In Köln

Frau gibt Taxifahrer einfach so tausende Euro - doch es ist nicht, was Sie denken

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Ein Taxifahrer holte tausende Euro am Wohnort einer Frau ab. Die wurde zuvor von einem "falschen Polizisten" hinters Licht geführt.

Eine Frau aus Köln hatte einem Taxifahrer tausende Euro gegeben - aber nicht, weil sie ein großes Herz hatte, sondern zuvor von einem mysteriösen Fremden angerufen wurde.

Vergangenen Samstag überreichte eine 54-jährige Frau in der Kölner Innenstadt einem Taxifahrer mehrere tausend Euro. Das Geld hatte sie zuvor von ihrem Konto abgehoben und übergab es vor ihrem Wohnhaus in der Nähe des Chlodwigplatz an den Fahrer.

Köln: Frau gibt Taxifahrer tausende Euro - dahinter steckt miese Betrugsmasche

Doch wie sich jetzt herausstellt, handelte es sich dabei nicht um eine Herzensangelegenheit, sondern um einfachen Betrug! So soll der Taxifahrer nur ein Kurier gewesen sein, der das Geld abgeholt hatte. Tatsächlich wurde die Kölnerin zuhause bei sich von einem "falschen Polizisten" angerufen.

Der Betrüger behauptete am Telefon, dass ihr Geld auf der Bank nicht mehr sicher wäre. Schließlich hätten die Beamten herausgefunden, dass ihr Name auf einem Zettel stand, den sie bei Kriminellen sichergestellt hatten. Anfangs war die Dame noch skeptisch, doch der "falsche Polizist" konnte sie dank seiner geschickten Art doch noch überzeugen und ihr Vertrauen erschleichen.

Vorsicht vor "falschen Polizisten": So hinterlistig gehen Sie vor

"Falsche Polizisten sind in aller Regel geschulte Profis, die Stress und psychischen Druck aufbauen, bis selbst misstrauische Opfer tun, was von ihnen verlangt wird - meist im Glauben, das Richtige zu tun und der echten Polizei zu helfen", erklärt Kommissariatsleiter Detlef Höll gegenüber dem Kölner Express.

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Das Pikante daran: Der Betrüger machte der Frau weis, dass es sich bei den abgehobenen Scheinen wohl um Falschgeld handeln würde, weshalb der "falsche Polizist" es nun sicherstellen müsste. Experte Höll kennt diese Masche nur zu gut, in seiner Dienststelle wird der "Falsche Polizisten"-Trick bearbeitet. Er bittet nun alle Opfer der Betrugsmasche, nicht aus falscher Scham zu schweigen, sondern sich unverzüglich bei der echten Polizei zu melden.

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jp

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