Beschluss zum 1. Juli

Höhere Renten: So viel Geld gibt es ab Sommer 2020 - wann die erhöhte Rente bezahlt wird

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Ab dem 1. Juli 2020 steigen die Renten in Deutschland.

Das Bundeskabinett hat eine kräftige Rentenanhebung zum 1. Juli beschlossen. Was Sie dazu wissen sollten.

  • Im Sommer 2020 werden die Renten erhöht. Das hat das Kabinett zum 1. Juli  beschlossen.
  • Für Rentner gibt es spürbar mehr Geld.
  • Wann die erhöhte Rente bezahlt wird, hängt vom Zeitpunkt des Rentenbeginns ab.

Update vom 02.06.2020: Rentenerhöhung - wann die erhöhte Rente bezahlt wird

Rentner in Deutschland bekommen zum 1. Juli mehr Geld. Dafür ist die jährliche Rentenanpassung verantwortlich. Die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin weist einem Bericht von T-Online zufolge jedoch darauf hin, dass die Anpassung nicht bei allen Senioren gleichzeitig auf dem Konto ankommt. Wann die erhöhte Rente gezahlt werde, hänge vom Zeitpunkt des Rentenbeginns ab: Wer schon vor oder im März 2004 berentet wurde, erhält demnach die angepasste Rente bereits Ende Juni, so das Portal. Habe die Rente im April 2004 oder später begonnen, werde das Plus erst Ende Juli auf dem Konto sein. Die Zahlung erfolge automatisch.

Artikel vom 24.03.2020: Kabinett beschließt höhere Renten zum 1. Juli

Die rund 21 Millionen Rentner in Deutschland sollen im Sommer wieder spürbar mehr Geld bekommen: Das Bundeskabinett hat am 22. April eine kräftige Rentenanhebung zum 1. Juli beschlossen. Nach einer Verordnung von Sozialminister Hubertus Heil (SPD) steigt die Rente in Westdeutschland um 3,45 Prozent, in den neuen Bundesländern um 4,20 Prozent. Die Ost-Renten nähern sich damit weiter den West-Bezügen an.

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Rentenerhöhung im Sommer 2020 - So viel Geld kommt dazu

Eine monatliche Rente von 1.000 Euro, die nur auf West-Beiträgen beruht, soll sich demnach um 34,50 Euro erhöhen, eine gleich hohe Rente mit Ost-Beiträgen um 42,00 Euro. Die Folgen der Corona-Krise für die Wirtschaft sind in den Festlegungen noch nicht berücksichtigt worden. Auf die nun anstehende Rentenerhöhung hat dies demnach keine Auswirkungen. Der Bundesrat muss der Erhöhung noch zustimmen. Die Anhebung* zum 1. Juli war bereits Ende März bekanntgegeben worden - nun setzt Heil dies um. Grundlage für die Rentenanpassung ist die Lohnentwicklung im vergangenen Jahr. Auch die Beitragsentwicklung und das Verhältnis von Beitragszahlern und Rentnern spielen eine Rolle.

Auch in den Vorjahren waren die Renten gestiegen. Zuletzt legten die Bezüge 2019 in Westdeutschland um 3,18 Prozent zu, im Osten um 3,91 Prozent. 2018 waren es 3,22 Prozent (West) und 3,37 Prozent (Ost).

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Renten im Osten gleichen sich den Renten im Westen weiter an

Der aktuelle Rentenwert im Osten steigt nunmehr auf 97,2 Prozent des Wertes West. Bis 2024 soll er aufgrund einer Gesetzesvorgabe von 2017 schrittweise 100 Prozent erreichen. Der Rentenwert gibt konkret in Euro an, wie viel ein Entgeltpunkt in der Rentenversicherung wert ist. Ein Entgeltpunkt - berechnet nach einer komplizierten Formel - ist maßgeblich für die Höhe der Rente.

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Auf immer weniger Beitragszahler kommen immer mehr Rentner

Die Rente steht aber vor Problemen, weil immer weniger Beitragszahler auf immer mehr Rentner kommen. Wenn die heutigen Mittfünfziger bis Mittsechziger der "Baby-Boomer"-Jahrgänge in Rente gehen, entstehen große Lücken in der Kasse.

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Bundestag hat Rentenpaket bis 2025 beschlossen

Für die Zeit bis 2025 hat der Bundestag ein Rentenpaket beschlossen. Es schreibt das Rentenniveau - also das Verhältnis einer Standardrente nach 45 Beitragsjahren zu den Löhnen - bei mindestens 48 Prozent fest. Der Beitragssatz soll bis dahin die 20-Prozent-Marke nicht überschreiten. Er liegt nun bei 18,6 Prozent.

Für die Zeit nach 2025 hat eine Kommission der Bundesregierung gerade Vorschläge vorgelegt. Sie empfiehlt ein Reformpaket, aber keinen grundlegenden Umbau etwa mit einem höheren Renteneintrittsalter. Heil kündigte daraufhin bis Herbst eigene Vorschläge an.

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ah/soa/dpa/T-Online.de

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