«Öko-Test»-Stichprobe

Erdbeermarmelade weist im Test Pestizidspuren auf

Erdbeermarmelade gehört für viele zum Frühstück dazu - sie enthält einer Stichprobe zufolge aber oft Rückstände von Pestiziden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
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Erdbeermarmelade gehört für viele zum Frühstück dazu - sie enthält einer Stichprobe zufolge aber oft Rückstände von Pestiziden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Erdbeermarmelade gehört für viele zum Frühstück dazu. Einige Produkte weisen aber Spuren von Pestiziden auf. Auch der Zuckeranteil ist mitunter bedenklich.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Erdbeermarmelade enthält einer Stichprobe zufolge oft Rückstände von Pestiziden. Das hat die Zeitschrift «Öko-Test» ermittelt (Ausgabe 5/2020), die 20 Erdbeermarmeladen geprüft hat.

Demnach fanden sich in mehr als der Hälfte der untersuchten Erdbeeraufstriche Spuren von Pestiziden. In einigen wurden bis zu sechs verschiedene Pestizide nachgewiesen.

Die Mengen liegen nach Angaben der Tester zwar unter den gesetzlichen Grenzwerten. Das Zusammenspiel mehrerer Pestizide sei bislang aber wenig erforscht und könne gesundheitliche Risiken bergen. Die Bio-Produkte wiesen im Test keine Pestizid-Spuren auf.

Auch den Zuckeranteil halten die Tester bei vielen Sorten für bedenklich hoch. Wenn ein Erwachsener mit den Zuckerzusätzen in einer 30-Gramm-Portion schon mehr als die Hälfte der Zuckermenge abdecke, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für vertretbar hält, dann sei das deutlich zu viel.

Die Tester kritisierten zudem bei vielen Produkten chemische Verbindungen in den Deckeldichtungen, die die Umwelt belasteten. Außerdem würden in den meisten Aufstrichen Erdbeeren aus dem Ausland verarbeitet.

Nimmt man es ganz genau, gibt es eigentlich gar keine Erdbeermarmelade. Nach der Konfitürenverordnung sind Marmeladen nämlich ausschließlich Erzeugnisse aus Zitrusfrüchten.

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