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Vernichtender Öko-Test über Olivenöl: Fast alle mit Mineralöl verunreinigt – nur eins ist sauber

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Sonnenblumenöl ist knapp und viele Verbraucher greifen zu Olivenöl. Aber das kommt im neuen „Öko-Test“ überhaupt nicht gut weg. Verunreinigungen machen den Testern Sorge.

Ausgerechnet jetzt, wo die Kunden vor leeren Supermarktregalen stehen und Olivenöl als Alternative zu Sonnenblumenöl punkten könnte, schmiert es ab. Von 19 Produkten bewertet die Zeitschrift „Öko-Test“ nur eines mit der Bestnote „sehr gut“ und wiederholt damit leider das desaströse Testergebnis aus dem Jahr 2019, bei dem ebenfalls Mineralöl in großen Mengen und in fast allen Produkten gefunden wurde.

Lässt sich da, wo viel Öl unterschiedlicher Herkunft zusammenfließt, Mineralöl besonders schwer verhindern? Nur so ist es wohl zu erklären, dass die Experten in ihrem aktuellen Olivenöl-Test (Ausgabe 5/2022) nur ein Produkt gefunden haben, das sie empfehlen können.

Dieses Öl ist Testsieger im Öko-Test Olivenöl 2022

Nur im „Rapunzel Kreta Olivenöl Nativ extra“ (werblicher Link) fanden die Öko-Tester kein Mineralöl und auch bei den anderen getesteten Kriterien schnitt dieses Olivenöl im Test am besten ab. Zwei weitere schafften immerhin ein „befriedigend“. Die restlichen 16 Produkte (mit einer Preisspanne von 5,19 bis 23,98 Euro pro Liter) werden mit „mangelhaft“ und „ungenügend“ bewertet und fallen damit krachend durch. Ein enttäuschendes Ergebnis, das Kunden vorm Supermarktregal im Hinterkopf behalten sollten. Denn nicht nur die Mineralölbelastung ist ein Problem, sondern auch die geschmackliche Qualität.

Olivenöle im Test
Krachender Reinfall: Von 19 getesteten Olivenölen fielen 16 bei „Öko-Test“ durch. © Christin Klose/dpa-tmn

Olivenöl im Öko-Test 2022: Neben Mineralöl auch ranziger Geschmack

Was ist nur los bei den Olivenölproduzenten? Im Labor stellten die Experten nicht nur teils extrem hohe Belastungen mit Mineralöl fest. Dazu fielen mehrere Öle auch noch mit schlechten Geruch und Geschmack („ranzig“, „schlammig“) unangenehm auf. Kein Wunder also, dass in diesen Fällen sogar die auf den Flaschen angegebene Qualitätsklasse „nativ extra“ von den Testern bezweifelt wird.

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Öko-Test erklärt: So kommen die Mineralölbestandteile in das Olivenöl

Als Eintragsweg vermuten die Verbraucherschützer von Öko-Test Schmieröle, mit denen die Oliven schon während der Ernte in Kontakt kommen, etwa Erntemaschinen, die die Oliven vom Baum rütteln. Oder Kettensägen, mit denen Bauern die Bäume während der Ernte zurückschneiden. Auch während der Produktion kommen die Oliven mit Maschinen und Förderbändern und damit mit Schmierölen in Kontakt, die dann auch in den Flaschen und damit beim Endverbraucher landen. (dpa/ante)

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