Neues Rennspiel im Test

WRC 3: Da lacht das Herz des Rallye-Fans

München - Fans des dreckigen Motorsports dürfen sich freuen: Mit "WRC 3 FIA World Rally" kommt eine Simulation, die alles bietet, was des Rallye-Fans Herz erfreut. Zum Test:

„Hey Vorsicht, das war riskant!“ Der Zuruf des Beifahrers kommt leider etwas zu spät. Der Wagen ist gerade in eine Mauer gerast und das Schutzblech fliegt in hohem Bogen durch die Luft. Aber daran gewöhnt man sich schnell bei dem jetzt erschienen Rennspiel „WRC 3 FIA World Rally“. Auf den anspruchsvollen und originalgetreuen Strecken der laufenden FIA World Rally Championship 2012 (WRC) kommt es leicht zu Blechschäden, besonders am Anfang. Da hilft nur üben, wenn man Rallye-Sieger werden will.

„WRC 3“ ist ein Spiel mit einer ordentlichen Grafik und einer Fahrdynamik, die auch Einsteigern schon etwas abverlangt. Am Straßenrand winken und jubeln Zuschauer dem Fahrer zu, und die für Anfänger anfangs kryptischen Anweisungen des Beifahrers wie „Links drei in Rechts sechs, Verengung, mittig halten“, lassen schon bald Rallye-Feeling aufkommen.

Einsteigerfreundliche Steuerung

Schnell lernen auch Einsteiger auf die Streckenbeschreibungen des Beifahrers zu achten, die zudem noch als Symbole in den Bildschirm eingeblendet werden. Sonst ist man fast chancenlos. Fliegt man von der Straße, was gerade am Anfang häufiger passieren kann, dann geht das Rennen an einem früheren Speicherpunkt wieder weiter. Die Schäden am Fahrzeug sind gut aber sichtbar, etwa das zersplitterte Glas der Rückscheibe oder die Schrammen an den Karosserieteilen.

Die Schwierigkeit lässt sich in drei Stufen einstellen. Das reicht von Anfänger über Fortgeschrittener bis zum Experten. Für den Start ist der Anfängermodus zu empfehlen. Aber auch da rutschen die Wagen schnell von Straße oder driften beim Bremsen leider oft viel zu stark durch die Kurven. Hat man aber ein Rennen erfolgreich bestritten, dann gibt es neue Tuningteile für das Auto, etwa Getriebe oder Achsen, und es werden zusätzliche Fahrzeuge freigeschaltet, Lackierungen und Sponsoren.

In den Spuren von Weltmeister Sébastien Loeb

Die Rallyestrecken mit ihren ständigen Haarnadelkurven und den Schotterpisten sind durchaus gewöhnungsbedürftig, vor allem wenn man „WRC“ mit andere Rennspielen wie etwa „F1“ oder „Forza Motorsport“ vergleicht. Auch die Fahrzeuge sind ganz anders. Statt dicker PS-Boliden gibt es meist kleine, wendige Flitzer wie den Mini Cooper, den Ford Fiesta, den VW Polo oder den Citroen DS3. An Strecken bietet „WRC 3“ alles, was das Rallye-Herz begehrt, von der ADAC Rallye Deutschland bis zur berühmten Rallye Monte Carlo ist alles dabei, was in diesem Jahr auf dem Programm der WRC stand.

Das Spiel kennt drei Modi: die „WRC Experience“, bei der man sich in Einzeletappen, Einzelrallyes oder in einer Saison gegen die Konkurrenz behaupten muss. Wer will, schlüpft dabei auch in die Rolle von Weltmeister Sébastien Loeb. Daneben gibt es noch den Karrieremodus „Road to Glory“ und den Onlinemodus WRC Online, in dem man gegen andere Spieler antreten kann. Daneben gibt es auch noch Einzelherausforderungen wie Drift- und Crash-and-Run-Rennen. Was fehlt, ist aber etwa ein Split-Screen-Modus, um zu zweit spielen zu können. So fährt man immer allein.

„WRC 3 FIA World Rally“, ein Spiel des italienischen Entwicklerstudios Milestone, ist bei Namco Bandai für PC, Xbox, Playstation 3 und Playstation Vita erschienen. Die Spiele kosten rund 50 Euro.

Von Klaus Gürtler

Rubriklistenbild: © Namco Bandai

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