Wiederholte Aufforderung

WhatsApp-Gründer fordert von jungen Menschen: "Löscht Facebook!"

+
Facebook löschen? Für manche undenkbar. Ein WhatsApp-Gründer plädiert jedoch dafür.

WhatsApp-Mitbegründer Brian Acton sprach sich schon des Öfteren gegen die Profitgier von Facebook aus. Seine Forderung an junge Studenten: "Löscht Facebook!"

Während eines Gastvortrages an der Standford University rief WhatsApp-Mitgründer Brian Acton die Studenten dazu auf, sich endgültig von Facebook zu verabschieden.

Brian Acton wettert gegen Facebook - daher rührt das Unbehagen

Mark Zuckerbergs Konzern übernahm WhatsApp im Jahr 2014 für 19 Milliarden Dollar, wodurch Acton zum Multimilliardär wurde. Doch im November 2017 verabschiedete sich Acton von dem Unternehmen, da er - und auch WhatsApp-Mitgründer Jan Koum - keine Werbung auf der App wollten

Insbesondere seit Facebooks Datenskandal im Frühjahr 2018 wettert der Unternehmer immer wieder öffentlich gegen die Monetarisierung der Plattformen und den laschen Umgang mit der Privatsphäre der Nutzer. Damals veröffentlichte Acton ebenfalls einen Tweet mit der Aufforderung: "Es ist Zeit. Löscht Facebook."

Auch interessant: WhatsApp bringt endlich diese Neuerung - viele Nutzer gehen aber leer aus.

Brian Acton: Deshalb sollten wir Facebook und Google kein Vertrauen schenken

Während seines Gastvortrags wiederholte er seine Kritik an Konzernen wie Facebook und Google, wie das Online-Portal Buzzfeed News berichtet. Er wäre damit zufrieden gewesen, WhatsApp für einen Dollar im Jahr anzubieten, so wie es von Anfang an der Plan gewesen war. "Es ging nicht darum, übermäßig viel Geld zu scheffeln, denn wenn du eine Milliarde Nutzer hast, erhältst du auch eine Milliarde an Erlös." Dafür hätten Nutzer auch ihre Privatsphäre und Sicherheit genossen. Facebook hingegen wollte sich damit nicht zufrieden geben und plädierte auf Werbungen - wofür Nutzerdaten gesammelt werden sollten: "Sie wollen gleich mehrere Milliarden an Dollar", erklärte Acton nicht nur im Bezug auf Facebook, sondern auch Unternehmen wie Google.

Zudem warnt der Unternehmer davor, diesen Plattformen zu viel Vertrauen zu schenken. Auch eine Beitragskontrolle sei seiner Meinung nach nicht sinnvoll: Facebook habe Schwierigkeiten zwischen echten und Fake-News zu unterscheiden, während Apple nicht wüsste, welche Apps gut oder schlecht seien. Google könne außerdem Websites nicht richtig beurteilen. "Und trotzdem geben wir ihnen diese Macht. Das ist der Fehler. Wir kaufen ihre Produkte. Wir melden uns bei ihren Websites an. Also löscht Facebook, oder?"

Lesen Sie auch: "10 Year Challenge": Lockt Facebook die Nutzer in Wahrheit in die Falle?

fk

Lustig: Diese Details bei Emojis fallen fast niemandem auf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare