"Wall Street Journal": Problem mit Bauteil bei Apple Watch

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Laut dem Hersteller gibt es bisher keine Hinweise, dass die Apple Watch mit einem defekten Bauteil an Kunden gelangt ist. Foto: John G. Mabanglo

Die langen Lieferzeiten bei der Apple Watch könnten laut einem Zeitungsbericht auch mit Problemen mit einem chinesischen Zulieferer zu tun haben. Demnach geht es um das Bauteil, das die Uhr am Handgelenk des Besitzers "anklopfen" lässt.

New York (dpa) - Laut dem "Wall Street Journal" hat die Apple Watch Probleme bei einem Bauteil. Die Module des chinesischen Zulieferers AAC Technologies, die ein "Anklopfen" am Handgelenk auslösen, fielen teilweise aus. Das gleiche Teil vom japanischen Produzenten Nidec habe diese Probleme nicht.

Apple plane keine Rückruf-Aktion, da es keine Hinweise darauf gebe, dass Uhren mit dem defekten Bauteil an Kunden verkauft worden seien, hieß es weiter. Inzwischen sei die Produktion der Komponente komplett nach Japan verlagert worden. Die sogenannte "taptic engine" ist komplexer als die Vibrationsmotoren in Smartphones. Sie sorgt zum Beispiel dafür, dass man mit zwei Apple-Uhren den Herzschlag an seinen Partner übertragen kann.

Dem Bericht zufolge erwägt Apple, neben dem taiwanesischen Unternehmen Quanta Computer auch seinen Haupt-iPhone-Produzenten Foxconn mit der Montage der Apple Watch zu beauftragen. Foxconn habe unlängst mit ersten Produktionstestläufen begonnen. Es dürfte aber Monate dauern, bis bei Foxconn nennenswerte Produktionskapazitäten aufgebaut werden könnten.

Die Apple Watch wird seit vergangenem Freitag ausgeliefert. Aktuell wird bei Online-Bestellungen eine Verzögerung bis Juni angezeigt, in den Apple Stores soll die Uhr auch erst dann verkauft werden. Zugleich sei unklar, wie stark die Probleme mit dem Bauteil zu den Lieferengpässen beitragen, räumte das "Wall Street Journal" ein. Apple nannte bisher keine Absatzzahlen.

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