Studie: Deutsche wenig souverän im Internet

Berlin - Die Mehrheit der Deutschen ist wenig souverän im Umgang mit dem Internet. Knapp zwei Drittel (63 Prozent) nutzen die Möglichkeiten der digitalen Welt gar nicht oder sehr eingeschränkt.

Das geht aus einer am Donnerstag in Berlin von der Initiative D21 veröffentlichten Studie hervor. Allerdings sank ihr Anteil innerhalb eines Jahres stark: 2009 fremdelten noch 74 Prozent mit dem World Wide Web. Für die zweite Ausgabe der Studie “Die digitale Gesellschaft - sechs Nutzertypen im Vergleich“, befragte TNS Infratest 1.001 Menschen ab 14 Jahren. Als starker Treiber für den Anstieg der kompetenten Internet-Nutzer erweist sich danach die rasche Verbreitung “mobiler Technik“.

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Die Möglichkeit eines mobilen Internetzugangs durch Smartphone oder Tablet-Computer werde immer stärker genutzt, hieß es. Noch immer sind es der Studie zufolge vor allem Ältere und Frauen, die gar nicht oder ungern im Internet surfen. Das Durchschnittsalter der digitalen Außenseiter liegt demnach bei fast 65 Jahren, 65 Prozent von ihnen sind Frauen. Der typische sogenannte Trendnutzer ist dagegen 37 Jahre alt und überwiegend männlich (63 Prozent).

Internetnutzung als Schlüsselqualifiaktion

Sowohl Viel- als auch Wenig-Nutzer sind jedoch überwiegend davon überzeugt, dass die Internetnutzung Schlüsselqualifikation für fast alle Berufen ist und den Alltag künftig noch sehr viel stärker verändern wird. Auch ist die Mehrzahl davon überzeugt, dass stärker auf Datenschutz geachtet werden muss. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Hans-Joachim Otto , sagte, die Bundesregierung werde weiter die digitale Kompetenzsteigerung der Bevölkerung unterstützen.

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Mehr als 50 Prozent aller Produktionsfortschritte in der Wirtschaft seien IT-getrieben. “Der kompetente Umgang mit dem Internet ist ein Standortfaktor im internationalen Wettbewerb“, betonte der FDP-Politiker. Die Initiative D21 ist ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Unternehmen sowie politischen Partnern.

dapd

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