PC: Nachts zocken kann depressiv machen

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Wer sich die Nächte mit Computer spielen um die Ohren haut, riskiert eine Depression.

Basel - Wer nachts zwischen 22:00  und 6:00 Uhr am Computer spielt, erhöht das Risiko einer Depression. Das haben Wissenschaftler der Universität Basel in einer Studie mit 600 Personen herausgefunden.

Studie: Nächtliche Computerspiele sind Depressionsrisiko Basel (dapd). Der Zeitpunkt, wann am Computer gespielt wird, ist für die psychische Gesundheit wichtiger als die Spieldauer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Basel, die in der Fachzeitschrift “Personality and Individual Differences“ veröffentlicht wurde.

Danach besteht ein erhöhtes Risiko für depressive Symptome bei denjenigen, die nachts zwischen 22.00 und 6.00 Uhr regelmäßig Online-Computerspiele spielen - unabhängig davon, wie viele Stunden pro Woche insgesamt gespielt wurden. Die Studie ergab auch, dass häufiges Online-Computerspielen tagsüber nicht statistisch bedeutsam mit depressiven Symptomen zusammenhängt.

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So war auch der Zeitpunkt, wann genau gespielt wurde, wichtiger als die gesamte Spieldauer (Anzahl Stunden pro Woche). Der Zusammenhang zwischen regelmäßigem Online-Computerspielen zu nächtlicher Stunde und depressiven Symptomen lasse sich möglicherweise durch die Verschiebung des individuellen Schlaf-Wach-Rhythmus erklären, hieß es in einer Mitteilung der Universität Basel.

Möglich sei aber auch, dass Computerspieler, die unter depressiven Symptomen litten, aufgrund ihrer Probleme erst spätabends oder in der Nacht aktiv würden. Für die Studie wurden gut 600 Spieler des Online-Rollenspiels “World of Warcraft“ befragt, die zwischen 13 und 30 Jahre alt waren und durchschnittlich 22 Stunden pro Woche am Computer spielten

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