Ebay Deutschland streicht 400 Stellen

Schock für Ebay-Mitarbeiter in Deutschland: Das Auktionshaus streicht demnächst 400 von 1000 Stellen. Ein Teil der Kundenbetreuung wird dafür nach Irland verlagert.

Hamburg/Berlin  - Das Internet-Auktionshaus Ebay streicht an seinem einzigen deutschen Standort in Dreilinden bei Berlin 400 der 1000 Stellen. Ein Teil der Kundenbetreuung werde in die irische am Donnerstag in Dreilinden mit. Sobald die Verhandlungen mit dem Betriebsrat abgeschlossen seien, würden betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen, sagte ein Ebay- Sprecher der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Der Jobabbau sei notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Er betonte, das Unternehmen befinde sich “nicht in einer wirtschaftlichen Notsituation“. Der Prozess soll bis Mitte 2010 abgeschlossen sein. Deutschland ist der zweitgrößte Markt für Ebay weltweit. Ebay muss sich zunehmend gegen Konkurrenten wie Amazon behaupten.

Unterdessen hat Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) den von der Kündigung bedrohten 400 Beschäftigten bei Ebay Hilfe angeboten. Wie sein Sprecher Alexander Gallrein am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa sagte, gebe es im Ministerium bereits eine Arbeitsgruppe für Unternehmen in Krisensituationen. “Wir wollen auch in diesem Fall beratend und unterstützend tätig sein“, sagte Gallrein.

Das Ministerium bedaure die Entscheidung von Ebay, Arbeitsplätze in Dreilinden abzubauen. “Wir haben jedoch Verständnis für diese unternehmerische Entscheidung“, sagte Gallrein. Wichtig sei die klare Aussage des Unternehmens, den Standort mit dann 600 Arbeitskräften erhalten zu wollen.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare