Batman: Arkham City - Das neue Fledermaus-Abenteuer im Test

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In der 60-er-Jahre Serie würde hier ganz groß "BANG!" stehen: Batman stürzt sich in Arkham City auf zwei Bösewichter.

München – Vor zwei Jahren begeisterte uns Warner Interactive mit „Batman: Arkham Asylum“, dem besten Superhelden-Spiel aller Zeiten. Nun kehrt der Dunkle Ritter zurück in „Batman: Arkham City“. Hier geht’s zum Test:

Story

Jetzt ist Gothams Irrenanstalt Arkahm Asylum nicht mehr nur auf eine einzige Insel beschränkt. Nach der vom Joker angezettelten Massen-Revolte, die Batman mühsam in den Griff bekam, wurde die Arkham-Anstalt mittlerweile geschlossen. Der neue Bürgermeister Quincy Sharp hat befohlen, alle Insassen in die neu geschaffene Arkham City zu verlegen. Für den Psychiatriekomplex wurde ein kompletter Stadtteil der Comic-Metropole Gotham abgeriegelt und zum gigantischen Hochsicherheitstrakt für die geistesgestörten Schurken gemacht. Das neue Super-Gefängnis für die Super-Irren ist fünfmal größer als das bisherige Arkham.

Doch wie zu erwarten war bricht auch in Arkham City bald das Chaos aus. Superschurke Hugo Strange reißt die Kontrolle an sich. Und der Joker tritt ebenfalls wieder auf den Plan. Schnell wird der Ruf nach Batman laut, der in diesem Saustall Recht und Ordnung wiederherstellen soll. Im Spiel trifft man wieder auf viele bekannte Charaktere aus dem Batman-Universum. Untrer anderem sind vertreten: Catwoman, Two-Face, Harley Quinn, Hugo Strange, Victor Zsasz, Calendar Man, der Joker oder der Riddler.

Gameplay

Die ist wie schon im Vorgänger ein wahrer Augenschmaus. Die Charaktere sind wunderschön gestaltet und animiert. Ein besonders beeindruckendes Erlebnis ist es, mit Batmans Cape durch die düsteren Häuserschluchten von Arkham City zu gleiten. Neuerdings kann man auch die Geschwindigkeit beim Gleiten steuern. So kann man Batman im Sturzflug zu Boden schießen lassen, um neuen Schwung zu holen und wieder in neue Höhen aufsteigen.

Jeder, der Arkham Asylum gespielt hat, wird sich bei der Steuerung von Arkham City sofort heimisch fühlen. Schlagkombos und Konter laufen wie im Vorgänger über je einen Button. Batmans Schlag- und Trittkombinationen sehen wieder cooler aus als in jedem Martial-Arts-Film. Besonders stylish sind die vernichtenden K.o.-Schläge, die die Bösewichter in Zeitlupe ausknocken.

Eine Vielzahl von neuen Angriffen, Kontern und Takedowns machen das Kampfsystem zu einem der besten, das es derzeit auf dem Markt gibt. Es sieht einfach genial aus, wenn Batman drei Gegner am Stück umhaut und den vierten Mann im Raum dann mit dem Batarang an sich zieht, um ihn mit einer Clothesline wie beim Wrestling auszuknocken.

Screenshots aus Batman: Arkham City

Screenshots aus Batman: Arkham City

Ein wichtiges Element des Spiels sind auch die Schleich-Sequenzen: Gerade bei Gegnern, die mit Maschinengewehren oder Schrotflinten bewaffnet sind, muss der unbewaffnete Batman lautlos vorgehen. Wo ein Frontalangriff einem Selbstmord gleichkäme, muss der Dunkle Ritter zur lautlosen Gefahr für die Schurken werden. Man klettert auf einen Vorsprung, harrt im Dunkeln aus, wartet, bis der Bösewicht drunter vorbeiläuft, stürzt sich nach unten und schaltet den Gegner aus, der gar nicht mitbekommt, was ihm geschieht. Gerade die coolen Stealth-Attacken tragen viel zum Reiz von Arkham City bei.

Auch der innovative Detektiv-Modus des Vorgängers ist wieder da. So kann Batman mit seiner Thermalkamera und dem digitalen Hinweissystem oft Spuren entdecken, die man mit dem bloßen Auge so nicht sieht.

Toll: Batman ist nicht nur mit neuen Gadgets wie dem „Kryptografischen Sequenzer V2“ oder Rauchbomben ausgerüstet. Ganz besonders lustig ist ein Elektroschocker, der die Bösewichter dazu bringt, auf ihre eigenen Kameraden loszugehen. Auch die bereits bekannten Gadgets wie der Baterang, die Batclaw oder das Explosionsgel verfügen jetzt über neue Funktionen, die das tolle Trickarsenal des Dunklen Ritters noch weiter vergrößern.

Bei Arkham City kann man nicht nur in die Rolle von Batman schlüpfen, sondern auch die finster-verruchte Catwoman steuern. Wer einen Download-Code für Catwoman einlöst, kann die Hauptstory von Zeit zu Zeit unterbrechen und sich mit der Katzenlady auf Nebenmissionen begeben. Catwoman wird ähnlich gesteuert wie Batman. Ihre Bewegungen sind aber wesentlich graziler und geschmeidiger. Unser Tipp: Probiert das Catwoman-Erlebnis unbedingt aus!

Fazit

Arkham City fasziniert von der ersten bis zu letzten Spielsekunde, die leider viel zu früh kommt. Die unzähligen Möglichkeiten, die das Game bietet, die Irrenhaus-Stadt zu erkunden, sind einfach gigantisch. Vor allem das Kampfsystem, Batmans Flugeinlagen und die lautlosen Angriffe des Dunklen Ritters sind grandios gelungen. Man hat das Gefühl, selbst im Fledermaus-Kostüm zu stecken - und das macht dieses Spiel so großartig. Auch die Superschurken aus dem D.C.-Universum kommen wirklich einzigartig rüber. Definitiv ein Kandidat für den Titel „Spiel des Jahres“.

Genre: Third-Person-Action

Hersteller: Warner Interactive

Für: PC, Playstation 3 und Xbox 360

Altersfreigabe: Ab 16 Jahren

fro

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