Das ist alles besser beim neuen iPad3

San Francisco - Klares Signal von Apple: Das nächste iPad soll der König im Tablet-Markt bleiben. Mit verbesserter Technik kann das Gerät dem klassischen PC immer mehr Aufgaben abnehmen.

Die iPad-Rivalen müssen sich warm anziehen: Apple hat die dritte Generation seines populären Tablets kräftig aufgerüstet. Das am Mittwoch vorgestellte Gerät bekam unter anderem einen deutlich verbesserten Bildschirm, einen schnelleren Grafik-Prozessor, kann Videos in voller HD-Auflösung aufnehmen und unterstützt den noch schnelleren Datenfunk-Standard LTE.

Der Verkaufsstart ist am 16. März, die Preise bleiben auch mit der neuen Generation stabil. Zugleich lässt Apple auch das bisherige iPad 2 mit einer Preissenkung im Markt und will so günstigeren Konkurrenz-Tablets Paroli bieten. Das günstigste iPad 2 kostet jetzt in Deutschland 399 Euro. Eine ähnliche Strategie fährt Apple auch mit seinen älteren iPhone-Modellen im Smartphone-Markt.

Apple präsentiert das iPad 3

Apple präsentiert neues iPad 3!

Nach wochenlangem Rätselraten, ob das neue Gerät nun iPad 3 oder etwa iPad HD heißen würde, spricht Apple jetzt einfach nur von dem “neuen iPad“. Man wolle eben etwas unvorhersehbar bleiben, sagte Marketingchef Phil Schiller einem US-Reporter nach der Präsentation.

Das neue iPad hat 3,1 Millionen Pixel auf dem Bildschirm. Wie schon beim iPhone spricht Apple von einem “Retina Display“, bei dem das menschliche Auge auf einer bestimmten Entfernung keine Bildpunkte mehr erkennen kann. Die Auflösung beträgt 2048 zu 1536 Pixel - deutlich mehr als bei einem HD-Fernseher. Auf Makro-Aufnahmen in US-Blogs war die feinere Pixel-Struktur der neuen Displays zu erkennen.

Apple-Chef Tim Cook setzte auch ein symbolisches Zeichen dafür, dass der Konzern nach dem Tod des Gründers Steve Jobs von einem Team geführt wird. Die wichtigste Aufgabe des Abends - die Vorstellung des iPad - überließ er Marketingchef Schiller. Cook selbst zeigte in San Francisco die neue Version der Wohnzimmer-Box AppleTV, die jetzt Videos in der vollen HD-Auflösung von 1080 Zeilen auf den Fernseher bringen kann.

In einer klaren Kampfansage an die Spielekonsolen-Hersteller widmete Schiller viel Zeit der Demonstration anspruchsvoller Spiele auf dem iPad. Mit AppleTV kann man sie auch auf Fernsehbildschirmen spielen.

Als weitere Neuerung kommt Apples Foto-Management-Software iPhoto vom Mac auch auf das iPad. Damit gibt Apple ein weiteres Signal, dass die Tablets den Personal Computer mit der Zeit immer unwichtiger machen. Auf dem neuen iPad kann man Fotos mit einer Auflösung von bis zu 19 Megapixeln bearbeiten - das reicht auch für anspruchsvolle Fotografen.

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Die Batterielaufzeit soll wie bisher bei zehn Stunden liegen. Und selbst im Betrieb mit LTE, das als Stromfresser gilt, seien es noch neun Stunden, versprach Schiller. Die LTE-Netze befinden sich allerdings noch erst im Aufbau und sind sehr lückenhaft.

Das neue iPad ist etwas dicker: 9,4 statt 8,8 Millimeter. Das war erwartet worden, weil die Technik für den besseren Bildschirm mehr Platz braucht.

Apple hatte mit dem ersten iPad vor zwei Jahren dem totgeglaubten Geschäft mit Tablet-Computern neues Leben eingehaucht. Apple ist nach wie vor klarer Marktführer. Gut 15 Millionen iPads setzte der Konzern allein im jüngsten Weihnachtsquartal ab - von den 55,3 Millionen, die bisher insgesamt verkauft wurden.

Die dritte iPad-Generation soll Rivalen wie Geräte mit dem Google-Betriebssystem Android auf Abstand halten. In diesem Jahr kommt auch ein weiterer Konkurrent hinzu: Microsoft bringt voraussichtlich im Herbst sein nächstes Betriebssystem Windows 8 auf den Markt, das auch für Tablets gedacht ist.

In einem direkten Seitenhieb gegen die Konkurrenz demonstrierte Cook auf der Bühne, dass Apps auf Android-Tablets deutlich schlechter aussähen.

Cook griff zum Auftakt der Präsentation den Begriff der “Post-PC-Welt“ auf, den der im Herbst gestorbene Apple-Gründer Steve Jobs in Umlauf gebracht hatte: “Wir sprechen von einer Welt, in der der PC nicht mehr das Zentrum ihrer digitalen Welt ist. Es ist eine Welt, in der die Geräte, die Sie am meisten nutzen, persönlicher und mobiler sein müssen als der PC es jemals war.“ Apple habe im vergangenen Jahr 172 Millionen Geräte für die Post-PC-Ära verkauft, die 76 Prozent des Konzernumsatzes einbrachten. “Als wir das iPad entwarfen, wollten wir nicht ein neues Gerät, sondern eine neue Kategorie erschaffen“, sagte Cook.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

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