Die Mischung macht's: Erholung und Aktion im Ruhestand

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Damit der Ruhestand nicht langweilig wird, sind neue Ziele wichtig. Untersuchungen haben herausgefunden, dass eine Mischung aus Aktion und Entspannung zufriedenstellend sind. Foto: Matthias Balk

Das ganze Leben geackert, dann steht er bevor: der Ruhestand. Nicht immer ist der Abschied aus dem Berufsleben leicht. Die Umstellung kann auch Stress bedeuten. Wichtig ist es, sich neue Ziele zu setzen - und natürlich Balance zu halten.

Nürnberg (dpa/tmn) - Der Abschied aus dem Berufsleben fällt vielen schwer. Gerade wenn man im Beruf Wertschätzung und Einfluss erlebt hat. Aber: Jetzt ist Raum für neue Ziele oder Dinge, die man schon immer tun wollte, aber nie die Zeit hatte. Wichtig ist ein Gleichgewicht aus Entspannung und Aktion.

Etwas altes aufzugeben ist nicht immer einfach. Der Beruf gehörte jahrzehntelang zum Alltag. "Deshalb kommt es vor allem darauf an, sich neue Ziele zu setzen", sagt Frieder R. Lang, Professor für Psychogerontologie an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Zwar freuen sich viele über ihre Zeit im Ruhestand selbst bestimmen zu können. "Aber es fällt manchem auch schwer, sich dann noch jeden Tag aufzuraffen." Das ist ein Risiko, weil man sich nicht mehr gebraucht fühlt.

Mit einer guten Mischung kann man dem vorbeugen. "Aus vielen Untersuchungen wissen wir, dass es darauf ankommt, den Alltag so zu gestalten, dass sich produktive Tätigkeiten wie Ehrenamt, Hobbys oder Gartenarbeit mit Erholungsphasen abwechseln", sagt Lang.

Ein Patentrezept gibt es natürlich nicht, jeder hat seinen eigenen Takt im Alltag. Aber eines gilt für alle: Use it or lose it - nutze die Fähigkeiten und Kenntnisse oder verliere sie. "Es ist also gut, sich neue Ziele zu setzen, die einen auch - in Maßen - fordern."

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