Falsch geparkt

Während Sarg eingeladen wird: Leichenwagen bekommt Strafzettel

+
Offenbar sind nicht alle Leichenwagen so schnell zu erkennen, wie dieser, in dem der verstorbene Physiker Stephen Hakwing transportiert wurde.

"Ich bin angewidert": Ein Bestatter fühlt sich zu Unrecht bestraft und will im Notfall auch einen Sarg ans Rathaus liefern.

Dass Falschparker einen Strafzettel bekommen, ist verständlich. Dass aber ein Leichenwagen einen erhält, ist eher ungewöhnlich. Dennoch muss sich ein britischer Bestatter nun mit der Stadt streiten, ob das Parkticket gerechtfertigt war.

79 Euro, weil der Leichenwagen auf zwei Linien stand

70 Pfund – umgerechnet etwa 78 Euro – soll der Direktor des Bestattungsunternehmens zahlen. Der Grund: Der Leichenwagen stand hinter dem Geschäft auf zwei gelben Linien – ein Zeichen für ein Halte- und Parkverbot in Großbritannien. Allerdings stand das Fahrzeug nicht aus Spaß dort. Der Wagen wurde vorbereitet, um einen Sarg zu transportieren.

Er sei sprachlos gewesen, als er den Strafzettel entdeckte, sagte der Bestatter der britischen Nachrichtenseite The Sun. Gegen das Ticket will der Mann vorgehen. Es sei klar gewesen, dass es sich um einen Leichenwagen gehandelt habe. "Es [das Auto] ist schwarz und es steht Bestatter im Fenster", erklärte der Mann.

Lesen Sie auch: Raser will sich mit Durchfall herausreden - Polizei hat kein Mitleid.

Bestatter will Sarg vor Rathaus abstellen

Sollte der Strafzettel nicht zurückgenommen werde, wolle der Mann einen Sarg vor das Rathaus stellen. Er verstehe auch nicht, warum er jetzt einen Ticket bekommen habe. Es sei bislang kein Problem gewesen, den Leichenwagen dort abzustellen und vorzubereiten.

In der Regel würde das Auto nur für etwa fünf Minuten unbeaufsichtigt abgestellt werden. Wenn es nicht gebraucht würde, stehe es in einer privaten Garage, die entfernt vom Unternehmen stehen würde. An der Straße, wo sich das Bestattungsunternehmen befinde, könne er nicht parken, da er sonst den Verkehr blockiere.

Die Stadt sieht laut The Sun den Fehler beim Bestatter. Da der Wagen nicht direkt vor dem Unternehmen parkte, sei der Strafzettel gerechtfertigt. Allerdings habe natürlich jeder die Möglichkeit, Einspruch gegen Bußgelder einzulegen.

Video: Geteert und gefedert - Falschparker wird bestraft

Auch interessant: Acht km/h zu viel kosten Mann am Ende über 30.000 Euro.

anb

Mit neuen Fotos: Kuriose Blitzer-Bilder - Die verrücktesten Radarfotos

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare