Unfallforscher: Autos von Anfängern sind zu alt

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Unfallforscher: Nur Autos ab Baujahr 2000 für Anfänger geeignet

Das erste eigene Auto hat meist schon einige Jahre auf dem Buckel. Anfänger sind oft mit Fahrzeugen Baujahr 1997 und älter unterwegs. Ein zu großes Risiko, warnen jetzt Unfallforscher.

Junge Fahrer und alte Autos sind eine gefährliche Kombination. Wer in älteren Fahrzeugen verunglückt, erleidet häufiger schwere Verletzungen als in modernen Autos. Besonders oft sind, laut einer Analyse der Unfallforschung der Versicherer (UDV), dazu noch junge Fahrer betroffen.

„Alte Autos halten bei einem Unfall deutlich weniger aus als die neueren“, so Siegried Brockmann, Leiter der UDV. „Deshalb sind deren Insassen häufig schwerer verletzt.“

Deshalb sollten Fahranfänger keine Autos kaufen, die vor 2000 zugelassen wurden. Denn erst ab 1997 haben sich Verbraucher-Crashtests etabliert, die zu mehr passiver Sicherheit führten.

Die Auswertung der Unfalldaten ergab, dass bei alten Autos grundsätzlich das Risiko von schweren Verletzungen steigt. Auch in ähnlichen Unfallsituationen wurden sind die alten Fahrzeuge viel stärker beschädigt.

Die Unfallautos der Fahrer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren waren im Schnitt 7,5 Jahre alt und damit im Schnitt eineinhalb Jahre älter als die der übrigen Autofahrer. 

In Autos mit Baujahr vor 1997 ist, nach der Analyse, das Risiko für junge Fahrer beim Crash schwer verletzt zu werden, viermal so groß wie in neueren Fahrzeugen. Hinzukommt, dass Fahranfänger doppelt so oft mit Kleinwagen verunglücken als ältere Autofahrer.

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Die Zahlen sind dramatisch: Von 1.986 getöteten Pkw-Insassen im Jahr 2011, waren 522 zwischen 18 und 24 Jahre alt – das sind fast 26 Prozent, obwohl ihr Anteil an der Bevölkerung nur acht Prozent beträgt. Fast 70 Prozent der Getöteten sind männlich.

Der UDV empfiehlt Fahranfängern Autos zu kaufen, die nach 2000 zugelassen wurden. Auch gebrauchte Autos sollten unbedingt mit ABS, Airbags und ESP gekauft werden.

Hier gehts zum Flyer von der Unfallforschung: Sicher Autos kaufen

Quelle: UDV

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