ADAC

Wieder neuer Rekord bei Spritpreisen

München - Autofahrer müssen für Benzin und Diesel seit vergangenem Wochenende noch tiefer in die Tasche greifen. Der ADAC gibt inzwischen auch neue Tanktipps, denn die Aussichten sind schlecht.

Die Preise an den deutschen Tankstellen sind am Wochenende auf neue Höchststände gestiegen. Ein Liter Super E10 kostete am Freitag im bundesweiten Durchschnitt 1,696 Euro, wie der ADAC am Montag auf Anfrage mitteilte. Das waren 0,2 Cent mehr als beim bisherigen Allzeithoch vom vergangenen Mittwoch. Diesel verteuerte sich am Sonntag gegenüber dem bisherigen Rekord um 1,3 Cent auf 1,554 Euro pro Liter.

Super E10 kostete am Samstag 1,675 Euro und am Sonntag 1,691 Euro. Für einen Liter Diesel verlangten die Tankstellen am Freitag im Mittel 1,544 Euro und am Samstag 1,529 Euro. Der bisherige Höchstwert von 1,541 Euro stammte vom vergangenen Mittwoch.

"Sie sollten zuschlagen, wenn der Tank noch halb voll ist"

„Die Preise sind zu hoch“, sagte eine ADAC-Sprecherin auf Anfrage. Sie rät Autofahrern, die Preise in ihrem Umfeld zu vergleichen „und dann sollten sie zuschlagen, auch wenn der Tank noch halb voll ist“. Die gewohnte Entwicklung mit niedrigeren Preisen zum Wochenstart und höheren zum Wochenende gebe es nicht mehr: „Der Rhythmus ist weg.“

Die skurrilen Begründungen für steigende Benzinpreise

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Und auch die Aussichten für die nahe Zukunft sind schlecht: Die Ölpreise sind am Montag im asiatischen Handel gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Oktober kostete 114,87 US-Dollar. Das waren 1,28 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 1,00 Dollar auf 97,15 Dollar. Händler machten den Tropensturm Isaac für den Preisanstieg verantwortlich. Die Ölförderung im Golf von Mexiko wurde bereits eingeschränkt. Zudem habe ein Feuer in Venezuela Teile der zweitgrößten Raffinerie der Welt lahmgelegt.

dapd/dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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