Panamera S Hybrid: Alles im Fluss

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Ausflug ins Grüne: Die Zwei-Tonnen-Limousine mit Redakteur Peter Schiebel auf der Brücke am alten Schleusenwärterhäusl am Isarkanal.

Haben Sie schon einmal an Ihrem Verstand gezweifelt? Weil etwas partout nicht so ist, wie Sie es seit Jahren kennen? Wenn Sie also zum Beispiel in ein Auto einsteigen...

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"Segeln" mit dem Porsche Panamera S Hybrid

...den Zündschlüssel ins Schloss stecken, umdrehen und – vermeintlich, nichts passiert. Einmal, zweimal, dreimal. Nichts. Kein Zünden, kein Brummen, kein Ruckeln, noch nicht mal ein mitleidiges Heulen. Tja, dann können Sie an Ihrem Verstand zweifeln – oder sich vor Augen führen, dass Sie in einem Porsche Panamera S Hybrid sitzen. Denn der verblüfft beim Anlassen erstmal mit – nichts. Sie müssen sich trauen und das Gaspedal antippen – erst dann beginnt der Dreiliter-Sechszylinder zu gurgeln…

Porsche Panamera S Hybrid

Porsche Panamera S Hybrid

Panamera S Hybrid

Hubraum: 2995 cm³
Leistung: 380 PS
Verbrauch: 7,1 l/100 km (kombiniert)
CO2-Emission: 167 g/km
Höchstgeschwindigkeit: 270 km/h
Von 0 auf 100 in 6,0 Sekunden Tankinhalt: 80 Liter
Gewicht: 1.980 kg
Preis: ab 106.185 Euro

Wer die ungewohnte Startphase hinter sich hat, darf alle Annehmlichkeiten des Porsche-Fahrens genießen – und sich dazu wie in einem Labor fühlen. Denn zu edlem Ambiente, rassigem Motor und perfekter Straßenlage kommt in dem zwei Tonnen schweren Viertürer mit parallelem Elektroantrieb auch jede Menge Erfindergeist. Beim Bremsen wandelt der Porsche die Bewegungsenergie in elektrische Energie um. Darüber hinaus wird die Batterie auch beim Fahren aufgeladen – wenn der Sechszylinder unterhalb des wirtschaftlichsten Lastbereichs arbeitet, also zum Beispiel bei höheren Geschwindigkeiten und gleitendem Fahrstil auf der Autobahn. Dann gibt die Steuerung automatisch mehr Gas, ohne jedoch die Drehzahl zu erhöhen. So erhöht sich die Motorlast – die Energie wird zur Strom gewinnung erzeugt. Ist der 70 Kilo schwere Akku aufgeladen, lässt es sich in einer Tempo-30-Zone wieder wunderbar lautlos dahingleiten. Das An- und Abkuppeln des Verbrennungsmotors benötigt im Idealfall übrigens nur 300 Millisekunden – und ist damit für die Insassen kaum zu bemerken. Alles im Fluss also – wie auch die Anzeigen im Cockpit.

Auf verschiedenen Diagrammen sind die einzelnen Energieströme jederzeit zu sehen. Das Ergebnis: 7,1 Liter errechneter Verbrauch auf 100 Kilometern (wir schafften auf unseren Testfahrten nach Rottal-Inn und zum Spitzingsee 7,6 bzw. 9,5 Liter). Das sind 4,4 Liter weniger als beim herkömmlichen Panamera S. Dafür kostet der Hybrid in der Basisversion 14.000 Euro mehr. Wohl der Grund dafür, dass von den 9182 im zweiten Quartal ausgelieferten Panamera die Zahl der Hybrid-Modelle gerade mal im dreistelligen Bereich lag.

PS

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