Ohne Abgas durchs Land: Honda Clarity mit Brennstoffzelle

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Klassisches Design und eine Brennstoffzelle unter der Haube. Der Honda Clarity kommt Anfang 2016 in den Handel, allerdings zunächst in kleinen Stückzahlen. Foto: Thomas Geiger

Ab kommendem Jahr könnte Honda dafür sorgen, dass der Autoverkehr in Deutschland sauberer wird. Denn dann soll der neue Clarity mit Brennstoffzelle auch hier in den Handel kommen. Beworben wird das Modell mit langen Reichweiten und viel Platz im Inneren.

Tokio (dpa/tmn) – Elektrisch von Frankfurt nach München und dort in drei Minuten wieder vollgetankt: Mit diesem Versprechen will Honda im nächsten Jahr den neuen Clarity nach Deutschland bringen. Vorgestellt wurde das Brennstoffzellen-Fahrzeug auf der Motorshow in Tokio (Publikumstage 29. Okrober bis 8. November).

Nach einer handgefertigten Kleinserie geht die große Limousine mit deutlich gemäßigtem Design jetzt in die zweite Generation und soll laut Honda vor allem mit mehr Platz punkten. Die Brennstoffzelle selbst, die Wasserstoff in Strom umwandelt und dabei nur Wasserdampf ausstößt, ist um etwa 30 Prozent kleiner geworden und passt zusammen mit dem 130 kW/177 PS starken E-Motor nun unter die Motorhaube. Deshalb bietet der 4,80 Meter lange Clarity nun im Inneren Platz für fünf Passagiere und drei Golftaschen im Kofferraum.

Zwischen Kofferraum und Rückbank sind Tanks für etwa fünf Kilogramm Wasserstoff montiert, mit denen der Clarity - je nach Messzyklus - zwischen 500 und 700 Kilometer weit kommen soll, teilt Honda mit. Während man Elektrofahrzeuge danach viele Stunden laden muss, lässt sich das Gas binnen Minuten nachfüllen.

Zwar spricht Honda von einem Serienauto, hat aber zunächst bescheidene Planungen. Daheim in Japan gehen zu Preisen von umgerechnet knapp 60 000 Euro im nächsten Jahr gerade einmal 200 Leasing-Fahrzeuge an Behörden und Institutionen. Und für Deutschaland sind nach Angaben eines Sprechers allenfalls ein Dutzend Autos geplant.

Motorshow in Tokio

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