Mercedes S-Klasse

Rollendes Wellness-Büro

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Automobiler Luxus ab 80 000 Euro: Die neue S-Klasse von Mercedes

Fliegender Teppich, fahrbare Wellness-Oase, rollendes Büro! Für die neue S-Klasse von Mercedes gibt es so viele Attribute wie  Assistenzsysteme (20!) an Bord sind.

Seit über 40 Jahren ist die Luxus-Limousine mit dem großen S Taktgeber in der Daimlerflotte. S - das hieß Standards setzen, die später in die anderen Modellreihen eingebaut wurden, in vielen Fälle sogar zum Standard in der ganzen Automobilindustrie wurden. Das ESP regelte das Fahrverhalten zum ersten Mal in einer S-Klasse, das Antiblockiersystem wurde 1978 erstmalig hier verbaut, genauso wie der Airbag drei Jahre später.  

Nur wenige Innovationen haben sich nicht durchgesetzt, so wie etwa der elektrisch verstellbare Innenspiegel. Nun wurde die neue S-Klasse im Hamburger Airbus-Werk vorgestellt, wir haben die Luxus-Limousine schon mal analysiert: Sechs Kameras, sechs Radarsensoren, zwölf Ultraschallgeber. Von der Elektronik her dürfte die S-Klasse schon jetzt der Airbus unter den Limousinen sein. Sie sollen Komfort und Sicherheit garantieren.

Zum Beispiel beim Fahrverhalten. Straßenunebenheiten, die bei entsprechender Tiefe bisher zum Verschütten des Kaffees geführt haben, erkennt der sogenannte Road Surface Scan, auf deutsch eine Doppelkamera, die die Fahrbahn abtastet und die Daten an den Rechner weiterleitet. Dann greift die Magic Body Control ein, was nichts anderes heißt, als dass sich das Fahrwerk elektronisch auf die Situation einstellt und die Unebenheiten  regelrecht wegbügelt. Das alles ist nur möglich, weil dieser Mercedes in alle Richtungen sehen kann. Durch die Verknüpfung der diversen Sensoren, also Kameras und Radar, entsteht ein 360-Grad-Bild. Querende Fußgänger werden bis zu 200 Meter Entfernung erkannt, damit ist ein Drittel dieser Unfälle vermeidbar.

Der Mercedes hat aber nicht nur hinten Augen, sondern sieht auch nachts sehr gut. Dieses Assistenzsystem wurde jetzt um eine Wärmebildkamera erweitert und schickt, wenn es unbeleuchtete Passanten oder Tiere sieht, ein Nachtsichtbild mit Gefahrenmarkierung auf den Bildschirm. Apropos Nacht. In dieser S-Klasse gibt es keine Glühlampe mehr! 500 LEDs leuchten stattdessen den Kunden heim. Je 56 pro Scheinwerfer und über 300 im Innenraum, dazu je 35 für die rücksichtsvollsten Rückleuchten, die je gebaut wurden, denn sie dimmen beim Ampelstopp automatisch herunter, um den Hintermann in der Nacht nicht zu sehr zu blenden. Das ganze heißt auf gut Technikerdeutsch: Mehrpegelfunktionalität.

Mercedes enthüllt die neue S-Klasse

Mercedes enthüllt die neue S-Klasse

Einfacher hört sich da der Stop&Go-Pilot an, der immer mit an Bord ist und im Stau das Fahren übernimmt. Das heißt, dieser Mercedes folgt einfach seinem Vordermann, selbst wenn es keine oder keine eindeutigen Fahrbahnmarkierungen gibt. Ein Autopilot für das  Auto - bis 60 Stundenkilometer soll er funktionieren, aber, so Konzernchef Dieter Zetsche, „die coolen Seiten des Autofahrens nicht eliminieren. Die Fachleute sprechen dabei vom „teilautonomen Fahren.

Konzertsaal in der Luxus-Limousine

Was auch gebraucht wird, denn die Luxus-Limousine ist auch ein grandioser Konzertsaal: Alles ist steigerbar - auch der Sound. Da muss man nicht auf die Fertigstellung der Elb-Philharmonie warten, die auf der Fahrt zum Airbus-Werk vorbeigleitet: Mit dem Burmester 3-D-Soundsystem werden mit 24 separaten Verstärkerkanälen und insgesamt 1540 Watt,die 24 Hochleistungslautsprecher angesteuert, die mit dem neuartigen Frontbass-System (die Tieftöner nutzen das 40-Liter-Volumen der Quer- und Längsträger) verbunden sind.

So luxuriös ist die neue S-Klasse

Fotos: So luxuriös ist die neue S-Klasse

Womit wir bei der rollenden Wellness-Oase sind: Sieben verschiedene Lichtsituationen mit vier wählbaren Beduftungen lassen schon mal vergessen, dass man in einem Auto sitzt. Wenn dann aber auch noch die 14 separat ansteuerbaren und teilweise beheizten Luftkissen den Rücken massieren, dann will man vielleicht gar nicht mehr aussteigen.

Ach ja! Fahren kann man mit dem rollenden Wellness-Oasen-Büro auch. Hier will Daimler ebenfalls Standards setzen. Im ersten Motorenprogramm gibt es gleich zwei Hybride: den S 300 Blue TEC HYBRID mit 204 PS und einer Beschleunigung von 7,6 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer sowie einem Verbrauch von 4,4 Litern Diesel - und den S 400 Hybrid (306 PS / 6,8 Sekunden / 6,3 Liter Super). Abgerundet wird das Angebot mit dem S 350 Blue Tec (258 PS / 6,8  Sekunden / 5,5 Liter Super) und dem S 500 (455 PS / 4,8 Sekunden / 8,6 Liter Super).

Der umweltbewusste Konzernchef und auch der Grünen-Bundestagsabgeordnete müssen sich jedoch noch gedulden. Der S 500 Plug-In-Hybrid kommt nicht vor Ende 2014. Beim ihm bedeutet das S Sparen. Er soll die erste Luxuslimousine sein, die beim Verbrauch eine 3 vor dem Komma hat.

Die Mercedes S-Klasse Baureihen im Überblick

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RDF

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