Lebensgefährlich

Warnhinweis für neues Kältemittel gefordert

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Sicherheitsrisiko? Nach Untersuchungen der Deutschen Umwelthilfe ist das chemische Kältemittel 1234yf brennbar und setzt im Brandfall hochgiftige Flusssäure frei.

Das neue Kältemittel R1234yf ist wegen möglicher Brandgefahr in der Kritik. Bereits 90.000 Fahrzeuge sind mit der Chemikalie auf Deutschlands Straßen. Doch die wenigsten Autofahrer wissen davon.

Das neue chemische Kältemittel R1234yf in Autoklimaanlagen ist leicht entflammbar und setzt bei der Verbrennung hochgiftige Flusssäure frei, so das Ergebnis von Untersuchungen der Deutsche Umwelthilfe (DUH). Auch bei Tests des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) kam es zu Flammen im Motorraum. Bei einem schweren Unfall gefährdet das nicht nur die Insassen, sondern auch die Rettungskräfte, warnt die DHU.

Vorschlag zum Warnhinweis für Autos.

Die DHU und der Berufsverband Feuerwehr fordern deswegen einen deutlich sichtbaren Warnhinweis auf allen Autos, die mit dem Kältemittel R1234yf befüllt sind. "R1234yf kann bei Unfällen für Ersthelfer und Polizisten aber auch für uns Rettungskräfte lebensgefährlich werden", so Daniel Dahlke vom Berufsverband Feuerwehr.

Der Grund: Seit Januar 2011 ist EU-weit die Einführung eines umweltfreundlichen Kältemittels für Klimaanlagen neuer Autos vorgeschrieben. Die Anzahl der mit R1234yf befüllten Fahrzeuge steigt deswegen kontinuierlich an.

Ohne Kältemittel funktioniert keine Klimaanlage

Die Chemikalie R1234yf galt bis jetzt als umweltfreundlich und sicher. Grundlage dafür waren zahlreiche Labor- und Crash-Untersuchungen von internationalen Autoherstellern sowie unabhängigen Instituten. Das alte Kältemittel R134a -Tetrafluorethan - zählt zu den Treibhausgasen und ist als echter Klimakiller bekannt.

Hier finden Sie eine pdf-Liste der Fahrzeuge mit dem Kältemittel R1234yf.

Um was geht's beim Kältemittel-Streit?

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ml

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