Flotter Öko-Flitzer

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Neu im Programm: der Fünftürer in der ausgefallenen Farbe Topas-gelb. Das Design ist eigenwillig, die Sicht durch das geteilte Heckfenster gewöhnungsbedürftig

Honda sagt der Golfklasse mit seinem neuen Civic den Kampf an: Die neunte Generation des japanischen Bestsellers kommt Ende Januar nur noch als Fünftürer zu den Händlern.

Wir haben den 1,8i mit 142 PS sowie den 2,2-Liter-Diesel mit 150 PS auf Autobahn, Landstraße und auf Bergstrecken getestet. Die wichtigsten Erkenntnisse: Der 4,30 Meter lange Japaner ist mit überarbeiteten Motoren gegenüber seinem Vorgänger schnittiger, um bis zu 20 Prozent sparsamer, geräumiger und laufruhiger. Auch die Straßenlage und Kurvenstabilität haben sich verbessert. Positiv zudem: Die Preise für die flotten Flitzer wurden nur geringfügig erhöht:

Optik

Das futuristische Äußere der Schräghecklimousine hebt sich von dem Design-Einerlei so mancher Klassen-Konkurrenten ab. Der neue Civic wirkt durch die tiefliegende Schnauze und den hoch gestellten Heckspoiler mit integrierter Rücklichtleiste flott und sportlich.

Innenraum

Das Cockpit ist übersichtlicher geworden.

Hier hat Honda auf Kundenkritik reagiert: Das Lenkrad ist nicht mehr mit Schalter und Knöpfen überfrachtet. Die Bedienelemente im Cockpit wurden neu positioniert: Tacholeuchtbalken mit farblich wechselnder Öko-Fahranzeige sowie der Drehzahlmesser finden sich auf verschiedenen Ebenen hinter dem Lenkrad im Fahrerblickfeld. Der Durchblick durch das zweigeteilte, jetzt etwas vergrößerte Heckfenster bleibt aber gewöhnungsbedürftig.

Fahrspaß

Fahrkomfort und Handling wurden dank einer neuen Hinterachskonstruktion gesteigert. Alle Civic-Modelle zeigten im Test souveräne Fahreigenschaften in allen Lagen. Positiv die Dämmung – Motor- oder Windgeräusche sind kaum zu vernehmen. Der 2,2-Liter-Diesel brachte es in 8,3 Sekunden auf Tempo 100 und erwies sich im Bergtest als fahrstabiler Renner. Der 1,8-Benziner hingegen zeigt sich bei zunehmender Drehzahl aber wie der 1,4i etwas schwach auf der Brust.

Laderaum

Der Civic stellt mit 401 bis 1378 Litern das größte Gepäckvolumen seiner Klasse. Der Clou: Die Sitzflächen im Fonds sind wie Kinositze hochklappbar – genügend Platz für ein Radl mit abmontiertem Vorderrad oder drei Müllsäcke mit Herbstlaub.

Leistung/Verbrauch

Die hinteren Sitze sind wie im Kino klappbar.

Unter der Haube pochen Vierzylinder-Motoren der letzten Baureihe, die optimiert wurden. Sie sind jetzt bis zu 20 Prozent sparsamer. Der 1,4-Liter-Benziner ist mit 73 kW/100 PS etwas schwach auf der Brust und ein reines Stadtauto. Verbrauch: 4,7 bis 6,6 Liter Sprit auf 100 km, CO2-Emission: 128g/km. Der 1,8-Liter-Benziner erforderte im Test auf Bergstrecken trotz seiner 142 PS häufig ein frühes Runterschalten. Spritverbrauch: 4,8 bis 8,7 Liter, CO2-Emission: 136 bis 148 g/km. Sportlicher und dynamischer erwies sich da der 2,2-Liter-Diesel: Die Leistung wurde um 10 PS auf 150 PS gesteigert, trotzdem schluckt er dank serienmäßiger Start-Stopp-Automatik bis zu 20 Prozent weniger Sprit: Im Schnitt 4,2 Liter pro 100 Kilometer. Im Fahrtest erreichten wir diese Marke allerdings nur im Eco-Modus außerorts auf ebener Strecke.

IAA 2011: Der neue Honda Civic

Der neue Honda Civic

Preise

Die sind gegenüber den Vorgängermodellen um 150 bis 160 Euro gestiegen. Den 1,4-Liter-Benziner mit 100 PS gibt es ab 16.950 Euro. Bestseller soll für 23.000 Euro der 1,8-Liter-Benziner Civic Sport werden. Für 2.800 Euro Aufschlag gibt es den 2,2 Liter großen Dieselmotor. Das optionale Sicherheitssystem mit radargesteuertem Notbremssystem und adaptiver Geschwindigkeitsregelung kostet zusätzliche 1.990 Euro.

ufa

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