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Füße auf dem Armaturenbrett: Darum fährt man so gefährlich

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Von: Marcus Efler

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Während der langen Tour entspannt die Beine hochlegen? Das mag bequem sein, birgt im Fall eines Crashes jedoch lebensgefährliche Risiken.

Die Koffer sind gepackt und verstaut, das Auto ist vollgetankt oder geladen, und auch sonst ist die Checkliste für die entspannte und sichere Fahrt in den Urlaub abgehakt. Da kann der Beifahrer oder die Beifahrerin es sich ja bequem einrichten auf dem rechten Sitz. Beispielsweise die Lehne ein bisschen zurückdrehen und die Beine hochlegen, Füße auf dem Armaturenbrett.

Diese Sitzposition ist auf Autobahnen immer wieder zu beobachten. Gegen eine etwas stärker geneigte Rückenlehne ist auch nichts einzuwenden, solange nicht das Risiko besteht, bei einem Aufprall unter dem Gurt durchzutauchen. Auch mit Schlabberschlappen oder barfuß kann man problemlos im Auto sitzen, sogar fahren ist theoretisch so erlaubt.

ADAC-Crashtest zeigt Risiken der Beine-Hoch-Stellung
Der ADAC-Crashtest zeigt die Risiken der Beine-Hoch-Stellung. © Ralph Wagner/ADAC

Eines allerdings sollte man vermeiden: Nämlich die Füße auf das Armaturenbrett zu legen. Nach einem Crashtest mit 64 km/h warnt der ADAC nun eindrücklich vor dieser Angewohnheit. Es „zeigt sich deutlich, dass der Airbag, der im Armaturenbrett verbaut ist, die Insassen nicht schützt, sondern sogar das Verletzungsrisiko erhöht“, so die Auswertung: „So kann diese Sitzposition zu schwersten bis tödlichen Verletzungen an Kopf, Wirbelsäule oder Beinen führen“.

„Out of Position“ nennen Unfallforscher und Entwicklungs-Ingenieure diese Art zu sitzen – wie jede andere, für die Sicherheitssysteme nicht ausgelegt sind. Selbst im Stau sollte man einigermaßen korrekt sitzen. Denn schon bei geringerem Tempo als die beim ADAC-Crash eingestellten 64 km/h kann ein Aufprall nach vorne oder von hinten heftige Folgen haben. (me)

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