Pariser Autosalon

Diese neuen Kompaktwagen schicken Audi, BMW, Mercedes und Co. ins Rennen

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Der 3er BMW gilt als das erfolgreichste Kompaktauto der Welt im Premiumsegment.

Nach dem SUV-Boom setzen die Autohersteller wieder auf die Kompaktwagen. Wir haben uns auf dem Pariser Autosalon die Neuheiten angeschaut.

SUVs, soweit das Auge reicht. Jede kleinste nur sich bietende Nische wird von den Herstellern besetzt und zwar nahezu von jedem in kürzester Zeit. Jetzt besinnen sich die Firmen auch wieder auf die Kompaktwagen. BMW schickt den neuen Dreier in der mittlerweile siebten Generation ins Rennen (ab März 2019), Mercedes hat die B-Klasse neu erfunden (ab Februar 2019) und baut die A-Klasse sogar noch aus. Dazu gibt es jede Menge Elektro-Kompakte. Wir haben uns auf dem Autosalon in Paris umgesehen, was im nächsten Jahr noch auf die Kunden zukommt aus dem Kompaktwagensegment.

Der neue 3er von BMW: Neuerungen und Motoren

Für die bayerischen Autobauer von BMW ist der Dreier "Herz und Seele" des Konzerns. 15 Millionen Stück wurden davon weltweit verkauft und damit ist er das erfolgreichste Kompaktauto der Welt im Premiumsegment.

Und das ist alles neu: Der Dreier wächst und wächst über sich hinaus und legt in der Länge 8,5 Zentimeter zu auf 4,71 Meter und in der Breite um 1,6 Zentimeter auf 1,82 Meter. Das Resultat sind mehr Kopf- und Ellbogenfreiheit, mehr Komfort beim Aus- und Einstieg sowohl vorne als auch hinten. Da hilft auch der größere Radstand, der jetzt bei 2,58 Meter liegt.

Die neue Genertion wird nicht nur länger sondern auch breiter.

Auch das Cockpit wächst – vor allem bei den voll digitalen Instrumentendisplays. Schon in der Serienvariante steigert sich der Tacho- und Drehzahl-Bildschirm von 2,7 auf 5,7 Zoll, das Control Display weist jetzt 8,8 Zoll auf. Wer es größer mag: Das optionale BMW Live Cockpit Professional bietet eine 12,3 Zoll große Instrumentenkombi, die individualisierbar ist.

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Bei den Motoren setzt BMW auf Vierzylinder-Benziner und den großen Sechszylinder-Diesel mit einem Leistungsspektrum zwischen 150 und 265 PS (Verbräuche zwischen 4,1 und 6,1 Liter). Der 330d spurtet damit in 5,5 Sekunden von 0 auf 100. Und dann soll es noch einen besonders effizienten Plug-In-Hybriden geben, ebenfalls schon im nächsten Jahr. Kosten wird der Dreier in der nackten Variante so um die 35.000 Euro.

Mercedes macht die A-Klasse zur viertürigen Limousine

Die A-Klasse weist eine ähnliche Erfolgsgeschichte auf wie die des Dreiers, seit Frühjahr 2018 gibt es die nächste Generation und jetzt kommt sie sogar als viertürige Limousine. Ein schickes Auto, das ursprünglich für den chinesischen Markt konzipiert wurde (in der Langversion) und mehr an ein Coupé erinnert als an einen Sedan.

Die neue A-Klasse gibt es jetzt auch als viertürige Limousine.

Wer die A-Klasse giftig haben will, muss auf den neuen AMG A 35 zurückgreifen. Er verfügt über 306 PS, beschleunigt in 4,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und wird um die 45.000 Euro kosten. Und wer mehr auf ein Familienauto steht, der wird bei der neuen B-Klasse fündig. Sie hat ihr Biedermeier-Image abgestreift und ist noch geräumiger geworden. Mehr Ellbogen- und Kopffreiheit gibt es für rund 30 000 Euro, dazu ordentlich Platz im Kofferraum zwischen 455 und 705 Liter. Ausgeliefert wird sie ab Anfang Februar nächsten Jahres.

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Audi mag es sportlich: Der neue Audi sQ2

Auch bei Audi wird es im Kompaktsegment sportlich. Und zwar beim Q2, dem ein kleines S davorgestellt wird. S wie sportlich, das heißt in diesem Fall: 300 PS, 400 Nm Drehmoment und 4,8 Sekunden von 0 auf Tempo 100! Der schwarze Kühlergrill, senkrechte Streben, ein dezenter Heckspoiler und ein um zwei Zentimeter tieferes Fahrwerk unterscheiden ihn optisch vom normalen Q2.

In 4,8 Sekunden sprintet der Audi sQ2 von 0 auf 100.

Citroen DS3 Crossback: Eleganz für die Straße

Citroen geht mit dem DS3 Crossback ins Rennen, elegant wie es sich für einen Franzosen gehört. Er ist 4,12 Meter lang und hat, wenn man so will, auch leichte SUV-Gene, so wie der Audi Q2. Der Citroen bekommt Benziner- und Diesel-Verbrenner mit Leistungsstufen zwischen 100 und 155 PS. Aber Mitte 2019 soll es auch ein Modell mit Elektroaggregat geben, das den DS3 bis zu 300 Kilometer weit bringen wird.

Ab Mitte 2019 gibt's den Citroen DS3 Crossback auch mit Elektroantrieb.

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Renault: Studie K-ZE soll die Straße elektrisieren

Renault will im nächsten Jahr ebenfalls schon ein neues elektrisches Kompaktauto unter 20.000 Euro und mit 250 Kilometer Reichweite anbieten. Allerdings erst in China. Wir meinen her damit, und zwar so schnell wie möglich. Die Studie K-ZE wäre ganz nach dem Geschmack des Großstädters: Klein, wendig, leise und garantiert ohne Fahrverbot.

Der elektrische Renault K-ZE soll erstmal nur in China auf die Straßen.

Kia e-Niro: Mit einer Akkuladung 485 Kilometer fahren

Elektrisierend aber schon eher in zeitlicher Reichweite ist der Kia e-Niro: Im Frühjahr kommt der Wagen in den Handel und will bis zu 485 Kilometern elektrisch fahren. Damit liegt er auf dem Niveau von Audi e-tron und Mercedes EQC, soll aber nur etwa die Hälfte, nämlich 40.000 Euro, kosten. Die Grundversion hat 136 PS, das Topmodell 204 PS. Genauso wie das Schwestermodell von Hyundai, der Kona.

Bis zu 485 Kilometer verspricht Kia beim neuen Kia e-Niro.

Kia kann aber auch konventionell. Da gibt es einmal den Ceed GT, der aus seinem 1,6-Liter-204 PS zieht und auch beim Fahrwerk straffer abgestimmt wurde. Angeboten wird er im Fünftürer und im neuen Shooting Brake, also im Kombi, der bei Kia ProCeed heißt. 594 Liter Ladevolumen wird er haben und fasst damit doppelt so viel Gepäck wie der Fünftürer. Zudem sieht das Coupé auch noch sehr elegant aus.

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Rudolf Bögel

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