Verstörendes Video aus Neuseeland

Hätten diese Männer eine Sache vergessen, wären sie heute nicht mehr am Leben

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Etwa 30 Prozent aller Todesfälle im neuseeländischen Straßenverkehr sind auf das Fahren ohne Gurt zurückzuführen. In Deutschland sind es nur zwei Prozent. (Symbolbild)

Viele Autohalter unterschätzen noch immer das Fahren ohne Sicherheitsgurt. Ein brisantes Video soll das nun ändern - und zeigt die erschreckenden Konsequenzen.

Blutergüsse, Schnitte am Körper und offene Wunden: Ein Video aus Neuseeland sorgt im Netz gerade für Furore. Es zeigt zehn junge Männer, die Unfallopfer geworden sind und dabei verletzt wurden. Heute sind sie wieder vollständig genesen. Doch im Rahmen einer neuseeländischen Verkehrssicherheitskampagne haben sie ihre Verletzungen noch einmal "nachgestellt", um nun andere Fahrer zu warnen.

Unfallopfer stehen für Sicherheitskampagne Modell - und zeigen ihre "alten Verletzungen"

Stundenlang ließen sie sich aufwendiges Special-Effect-Makeup auftragen, um die Wunden zu rekonstruieren. Besonders auffällig: Die Spur, die der Sicherheitsgurt auf ihrem Körper hinterließ. Schließlich haben die Männer diesem zu verdanken, dass sie heute noch leben. Zudem berichten die Überlebenden über ihre teils verheerenden Verletzungen.

Hintergrund ist, dass etwa 30 Prozent aller Todesfälle im neuseeländischen Straßenverkehr auf das Fahren ohne Gurt zurückzuführen sind. Etwa 90 Neuseeländer, meist männlich, sollen jährlich in der Folge ihr Leben lassen.

Tafeln mit den Bildern der zehn Überlebenden aus der Kampagne sollen zudem nahe Pubs und öffentlichen Parkplätzen aufgestellt werden. Doch wie sieht es auf deutschen Straßen aus?

Auch tragisch: Säugling fährt ungesichert im Auto mit – plötzlich kracht es.

Die Deutschen schnallen sich an - doch ein Viertel der Unfallopfer verzichtet auf den Gurt

Hierzulande sieht die Gurtsituation deutlich besser aus - so sollen laut einer Studie von Unfallforschern nur rund zwei Prozent der Deutschen auf den Gurt im Straßenverkehr verzichten. Aber: Diese kleine Gruppe macht bereits ein Viertel der Unfallopfer aus. "Hätten wir eine Anschnall-Quote von 100 Prozent, hätten wir pro Jahr rund 200 Verkehrstote und knapp 1.500 Schwerverletzte weniger", erklärt Siegfried Brockmann vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft abschließend.

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jp/glomex

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