Scharfe Kritik

BMW-Chef: „German Angst“ vor Elektromobilität

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BMW möchte noch 20213 den i3 - sein erstes Elektroauto auf den Markt bringen.

BMW-Chef Reithofer glüht für die Elektromobilität. Vor den Aktionären in München übte der Ingenieur scharfe Kritik an Bedenkenträgern in Deutschland.

BMW-Chef Norbert Reithofer hat die Deutschen vor einer übertriebenen Skepsis gegenüber Elektrofahrzeugen gewarnt. „Wenn es darum geht, grundlegende Veränderungen einzuleiten, dann wird hierzulande erst einmal lang und ängstlich diskutiert“, kritisierte Reithofer am Dienstag bei der Hauptversammlung in München. Diese „German Angst“ sei auch im Ausland bekannt. „Dann sehen wir Deutsche mehr Probleme als Chancen. Bei der Elektromobilität ist das nicht anders.“

Die neuesten Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sprechen für sich: Alternative Antriebsarten sind unter den 52,4 Millionen zugelassenen Autos demnach noch die Ausnahme (1,5 Prozent). Dazu zählen 7.114 Elektro-Fahrzeuge (+56,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), 64.995 Hybrid-Fahrzeuge (+36,4 Prozent), 494.777 Pkw mit Flüssiggas (+8,4 Prozent) und 76.284 Pkw mit Erdgas (+1,9 Prozent).

BMW bringt noch in diesem Jahr mit dem i3 sein erstes Elektroauto auf den Markt und setzt große Hoffnungen in die Entwicklung alternativer Antriebskonzepte. Viele Experten zweifeln aber daran, dass sich die Elektromobilität auf den Straßen in Deutschland durchsetzt. Vor den Aktionären in der Münchner Olympiahalle warb Reithofer um Vertrauen für das Projekt. „Jede Branche braucht einen, der voran geht.“

Zweifel an E-Autos ist groß

Die ersten i3-Fahrzeuge vor dem Beginn der Serienproduktion liefen in Leipzig zurzeit vom Band. „Falls jetzt noch jemand zweifelt - dies ist ein klares Signal: Der i3 kommt definitiv auf den Markt. Und wir werden damit Geld verdienen.“ Wann genau das Elektroauto startet und wieviel es kostet, hält BMW geheim. Schätzungen zufolge müssen sich die Kunden auf Preise von 40.000 Euro einstellen.

Insgesamt bringt BMW in diesem Jahr elf neue Modelle an den Start und rechnet auch wegen der damit verbundenen Kosten mit einem Gewinn vor Steuern in der Größenordnung des Vorjahres. Reithofer bekräftigte die Prognosen und stellte damit einen weiteren Absatzrekord in Aussicht. 2012 lieferte BMW weltweit 1,845 Millionen Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce aus und damit fast 11 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Verstehen Sie E- Mobilität?

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Unter dem Strich verdiente der Konzern 5,1 Milliarden Euro, ein Plus von 4 Prozent. Der Umsatz kletterte um 11,7 Prozent auf knapp 77 Milliarden Euro. Von den Aktionären erntete BMW dafür viel Lob. „Was soll man schon aussetzen an diesem Jahr?“, sagte Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz.

Angesichts der Bestwerte sollen die Aktionäre eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie erhalten und damit 20 Cent mehr als im Jahr zuvor. Das dürfte auch die drei Großaktionäre Johanna Quandt, Stefan Quandt und Susanne Klatten freuen, die zusammen 46,7 Prozent an BMW halten und gemeinsam rund 703 Millionen Euro erwarten dürften.

Das neue BMW i3 Concept Coupe

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dpa

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