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Durch die Waschanlage oder das Auto selbst waschen? – Das gilt es zu beachten

Das Auto selbst reinigen oder eine Waschanlage aufsuchen: Was ist besser? Das Thema der richtigen Wäsche und Pflege des Autos ist umstritten. Wir zeigen, worauf es ankommt.

  • Das Auto selbst zu waschen ist nicht ökologischer als der Besuch in der Waschanlage.
  • Handwäsche des Autos in der Waschbox und nicht zu Hause auf der Straße.
  • Eine Vorwäsche hilft, kleinere Schäden am Auto zu vermeiden.

Handwäsche oder Waschanlage? Klar ist: Das Auto braucht Reinigung und Pflege. Je nach Witterung und Verschmutzung des Autos. Die deutschen Autofahrer suchen im Durchschnitt alle vier bis sechs Wochen die Waschanlage auf oder reinigen das Auto in einer Waschbox, im Hof oder auf der Straße.

Auto selbst waschen: Aber wo?

Das eigenständige Autowaschen zu Hause ist nicht umweltfreundlicher als der Besuch in der Waschstraße. Im Gegenteil: Es kann der Natur sogar schaden. Dann nämlich, wenn die durch das Waschen des Autos von der Karosserie gelösten Schmutz-, Treib- und Schmierstoffreste über das entstehende Abwasser gemeinsam mit den Resten des Reinigungsmittels auf den Boden und damit in das Grundwasser gelangen.

Waschanlage oder Selbstwäsche: Auf das Auto und die Umwelt kommt es an.

Dort schädigen sie die Umwelt und verunreinigen unser Trinkwasser. Das Auto auf nicht versiegelten Flächen zu waschen, ist daher auch in ganz Deutschland verboten. Zu schnell gelangen Schadstoffe ins Grundwasser. Darauf macht auch das Umweltbundesamt aufmerksam. Die Regelung zur Reinigung des Autos auf versiegelten Flächen wird von Kommune zu Kommune unterschiedlich gehandhabt. Im Zweifel sollte sich jeder Autofahrer bei der jeweiligen Gemeinde nach den geltenden Regeln und entsprechenden Strafen erkundigen.

Mit dem Auto in die Waschanlage oder in die Waschbox

Diese Problematik besteht in den Waschanlagen nicht. Dort wird das entstehende Abwasser aufgefangen, aufbereitet und schließlich erneut verwendet. Genauso verhält es sich auch in den speziell für die Selbstwäsche des Autos vorgesehenen Boxen, wie sie vielerorts angeboten werden. Das kommt nicht nur der Umwelt zugute, sondern spart auch eine erhebliche Menge Wasser.

Auto waschen: In jedem Fall braucht es eine Vorwäsche

Doch egal, ob man sich dafür entscheidet eine Waschanlage aufzusuchen oder das Auto selbst mit dem Schwamm oder der Bürste wäscht, eine Vorwäsche mit dem Hochdruckreiniger ist immer zu empfehlen. Aber Vorsicht: Dichter als 30 Zentimeter sollte man dem Auto dabei nicht kommen, sonst werden diverse Autoteile leicht beschädigt. Durch die Vorwäsche lassen sich kleine Steine und Schmutzpartikel mit dem Hochdruckreiniger schon vor der eigentlichen Wäsche entfernen. Kratzer und Mikro-Schäden am Lack des Autos werden so vermieden.

Gerade bei älteren Autos ist der Lack nicht so widerstandsfähig wie bei neueren Modellen. Auch die Polyethylen-Bürsten der Waschanlagen können dem Lack des Autos also schnell Schaden zufügen. Vor allem, wenn sich Schmutzpartikel des Vorgängers in den Bürsten verfangen haben. Für Fahrer von älteren Autos eignet sich somit die Selbstwäsche.

Auto pflegen: Die Wahl des richtigen Waschprogramms

Bei neueren Autos verursachen die Bürsten in der Regel keinen Schaden am deutlich widerstandsfähigeren Lack. Für die Fahrer stellt sich in der Waschanlage jedoch immer die Frage nach dem geeigneten Waschprogramm. Das hängt im Wesentlichen vom eigenen Geldbeutel und von der Jahreszeit ab. Einfache Programm gibt es ab fünf Euro. Aufwändigere Verfahren ab 15 Euro. Im Winter empfiehlt sich durchaus ein Programm mit Unterbodenwäsche, Heißwachs und Aktivschaum.

Etwas individueller als in der Waschanlage geht es bei der SB-Wäsche zu. Dabei lassen sich die verschiedenen Bestandteile des Autos mit speziellen Reinigungsmitteln sauber halten. Ein Autoshampoo für die Karosserie, ein Felgenreiniger für die Felgen und Kunststoffpflege für verschiedene Plastikteile außen und im Innenraum.

Wichtig: Für das perfekte Ergebnis sollte der Lack und Kunststoffteile des Autos nach dem Abspülen der Reinigungsmittel mit einem Mikrofasertuch trocken gerieben werden. Auch nach dem Durchfahren der Waschanlage hilft das Abtrocknen, lästige Wasserflecken zu vermeiden. (Von Yannick Wenig)

Rubriklistenbild: © obs/monticelllo

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