Audi SQ5 TDI

Yeeha! Ein Ritt mit 313 PS

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Wie aus einem Guss: Vorn erkennt man den überarbeiteten Q5 (hier das S-Modell) am schwarzen Singleframe-Grill; hinten sind die Endrohre verchromt und nach unten abgeflacht

Wie fühlen sich 313 Pferdestärken an? Aufbrausend, zügellos oder einfach kraftvoll? 313 PS (239 kW) warten unter der Haube des Audi SQ5 TDI darauf, von der Leine gelassen zu werden.

Der Super-SUV ist nicht nur die neue Topversion der jetzt nur leicht gelifteten Baureihe, sondern zeitgleich auch das erste S-Modell der Ingolstädter mit einem Dieselmotor. Ab dem ersten Quartal 2013 steht er beim Händler. Wir dürfen schon jetzt einmal aufsatteln: Also los und Sporen geben!

Der SQ5 TDI ist das neue Topmodell der gelifteten Q5-Baureihe

Und da tut sich was. Doch anders als erwartet, legt der Audi SQ5, der mit einer Achtgang-Automatik an den Start geht, nicht mit dem bekannten Verzögerungsmoment los. Schub und Kraft entfalten sich schnell, aber vor allem angenehm linear. So drückt es einen nicht wie beim Raketenstart schlagartig in die Sitze, dafür kann man den rasanten Spurt entspannt genießen. Die Tiptronic-Automatik arbeitet dabei unauffällig weich. Yeeha! In unglaublichen 5,1 Sekunden soll das S-Modell die 100 km/h-Marke knacken und würde damit auch einem Porsche Cayenne Turbo (5,7 Sek.) die neuen unten abgeflachten Auspuffrohre zeigen. In der Spitze liegt der Audi bei den üblichen abgeregelten 250 km/h. Ein Soundaktuator (eine Art Klangmodul) in der Abgasanlage verleiht dem Biturbo-V6 einen selbstbewussten sonoren Klang – eine Ode an die Beschleunigung, die vor allem beim Überholen auf der Landstraße dank des Drehmoments von 650 Nm Riesenspaß bereitet. Der Normverbrauch des S-Modells wird hier mit 7,2 Litern angeben – nicht schlecht, wenn man bedenkt, das hier ein SUV mit knapp zwei Tonnen Gewicht über den Asphalt donnert.

Zarte Modellpflege für den Audi Q5

Zarte Modellpflege für den Audi Q5

Rund 2000 verkaufte Exemplare strebt Audi pro Jahr für sein bestes Pferd im Stall an. Der Preis für den SQ5 TDI soll bei 58 500 Euro liegen, die Serienausstattung steht dabei aber noch nicht fest.

Eindeutig Q5: Das Cockpit-Design wurde leicht modifiziert.

Doch Audi hat seine Q5-Palette nicht nur nach oben erweitert: So gibt es nun auch einen Einstiegsdiesel mit Frontantrieb und 143 PS, der laut Hersteller 5,3 Liter Diesel auf 100 Kilometer fordert. Der 2.0 TDI tut sich allerdings etwas schwer, richtige Fahrfreude kommt nicht auf – zuverlässig und solide sind die Attribute, die uns zu ihm einfallen. Da wäre dann doch eher zum Einstiegsbenziner zu raten, einem neuen Zweiliter-TFSI mit 225 PS. Die Stärke steht ihm gut, flott und wendig gleitet der optisch nur sanft veränderte Q5 über die Straßen. Es gibt ihn mit 6-Gang-Schaltgetriebe oder 8-stufiger Tiptronic, letzterer verbraucht im Mittel 7,9 Liter auf 100 Kilometer. Abgerundet wird die Benziner-Palette durch einen 3.0 TFSI mit 272 PS. Preislich geht es bei den Benzinern mit 41.000 Euro los.

Zum Einstiegsdiesel gesellt sich ein 2.0 TDI mit 177 PS sowie ein 3.0 TDI mit 245 PS. Hier muss der Interessent mindestens 35.200 Euro auf der hohen Kante haben, bekommt dann aber nur den Frontantrieb. Alle anderen Q5-Varianten wird es standardmäßig mit Allrad geben – qattro eben.

K. Basaran

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