Audi RS6 Avant - Der stärkste Schlepper im Land

Von wegen Kombis sind vernünftige Autos für Familienväter und Vertreter. Für die große Mehrheit der Lademeister mag das ja gelten. Aber nicht für die Kombis der Quattro GmbH.

Denn die sportliche Audi-Tochter macht aus den Pampersbombern wahre Renntransporter und bringt jetzt ihr buchstäblich stärkstes Stück auf den Weg. Denn im Sommer bieten die Bayern den A6 Avant auch wieder als RS6 an und bringen sich mit 560 PS in die Pole-Position vor der Laderampe.

Mit dieser Leistung sticht Audi auch das T-Modell des E 63 AMG aus. Und BMW hat ohne M5 Touring in dieser Liga ohnehin nichts zu melden. Den Lockvogel für die Power-Papis und die besonders eiligen Handlungsreisenden spielt in diesem immerhin 1.680 Liter großen Kombi ein V8-Benziner mit vier Litern Hubraum. Der Turbo-Direkteinspritzer hat ein maximales Drehmoment von 700 Newtonmeter (Nm), mit dem er den Kombi gewaltig voranbringt. Tempo 100 sind bereits nach 3,9 Sekunden erreicht und dass die 250 km/h nur eine reine Formsache sind, entdeckt man spätestens in der Aufpreisliste. Dort stehen ein Dynamic-Paket mit einer Freigabe bis 280 km/h und ein Dynamikpaket plus, das sogar 305 km/h erlaubt. Obwohl sportlicher denn je, ist der RS6 zumindest auf dem Prüfstand ein echter Knauser: Dank der neuen Zylinderabschaltung und 100 Kilo leichterer Karosse verbraucht er mit 9,8 Litern fast 40 Prozent weniger als der schwächere Vorgänger.

Der Motor ist aber bei einem RS-Modell nur die halbe Miete. Damit die Kraft auch sicher und sauber auf die Straße kommt, gibt es wie immer bei der Quattro GmbH einen etwas hecklastig ausgelegten Allradantrieb, standfestere Bremsen, eine schärfer gestellte Lenkung und ein strammeres Fahrwerk. Zum ersten Mal arbeitet die Quattro GmbH dabei mit einer Luftfederung, die sie so programmiert hat, dass sich der Kombi zwei Zentimeter tiefer auf die Straße duckt. Wem das nicht reicht, der bekommt gegen Aufpreis aber auch ein Stahlfahrwerk mit adaptiven Dämpfern. Dazu gibt es ein Design, mit dem der Avant wirkt wie nach einem Anabolika-Cocktail: Die Front ist weit aufgerissen, hat riesige Nüstern und einen markanten Quattro-Schriftzug im Lufteinlass, die Motorhaube wölbt sich stärker, die Kotflügel spannen sich straff über die wuchtigen 20-Zöller und das Heck ist beinahe furchteinflößend breit und tief. Das Resümee: Mehr Kraft als je zuvor, ein komplett neues Fahrwerk, ein Design mit Wow-Faktor.

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