Gerichtsurteil

14-Jährige läuft auf Straße: Autofahrer muss nicht mithaften

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Jugendliche ab 14 Jahren sind laut Gesetz keine Kinder mehr. Sie sind für ihre Sicherheit im Straßenverkehr mitverantwortlich. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Jugendliche ab 14 Jahren sind für ihre Sicherheit im Straßenverkehr mitverantwortlich. Sie müssen beim Überqueren der Fahrbahn auf den Verkehr achten. Tun sie dies nicht und werden angefahren haben sie keinen Anspruch auf Schadenersatz.

München (dpa/tmn) - Wer als Fußgänger plötzlich und ohne auf den Verkehr Rücksicht zu nehmen auf die Straße läuft, kann nach einem Unfall nicht auf Schadenersatz hoffen. Das gilt auch für Jugendliche ab 14 Jahren, wie eine Entscheidung des Oberlandesgerichts München zeigt, auf die der ADAC hinweist.

Ein 14-jähriges Mädchen ging zu Fuß. Plötzlich und ohne auf den Straßenverkehr zu achten, betrat sie die Fahrbahn. Ein Auto konnte nicht mehr bremsen und fuhr das Mädchen an. Dieses forderte im Nachgang von der Haftpflichtversicherung der Autofahrerin Schadenersatz und Schmerzensgeld. Ihr Argument: Aufgrund der sogenannten Betriebsgefahr entstehe eine gewisse Mithaftungsquote. Die Versicherung wollte nicht zahlen. Die Sache ging vor Gericht.

Das bestätigte die Ansicht der Versicherung (Az.: 10 U 491/17). Laut Gesetz sei, wer das 14. Lebensjahr vollendet hat, kein Kind mehr. Das Mädchen sei ohne weitere Vorsicht einfach auf die Straße gelaufen. Daher sei ihr Verschuldensanteil so hoch, dass die Betriebsgefahr des Autos komplett zurücktrete.

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