Johannes Oerding und sein zweites Album „Boxer“

Von Andreas Sträter ▪ Johannes Oerding: Boxer (Sony). Deutschsprachige Pop-Musik mit Soul, Leidenschaft und Authentizität – dafür steht die Musik des Sängers Johannes Oerding, der mit „Boxer“ sein zweites Album vorlegt.

Eines vorweg: Große Überraschungen bleiben aus. Der Hörer darf sich trotzdem auf 13 fein getextete Lieder freuen. Der schlichte Opener „1000 Menschen“ erzählt von Mitmenschen, die einen nicht verstehen, „weil sie nicht mit deinen Augen sehen“. Der zurückhaltende Titel „Sonne“ ist voller Melancholie: erst trommelt Regen ans Fenster, dann geht die Sonne höchst poetisch unter. Ein bisschen experimenteller klingt das Lied „Erste Klasse“, denn bevor Oerding zu singen beginnt, sind Tuba- und Blechbläser zu hören. Anspieltipps sind die Stücke „Alles was bleibt“ und „Reparier'n“. Oerding geht in diesem Jahr auf eigene Deutschlandtour, nachdem er im vergangenen noch Vorband von „Simply Red“, „Ich und Ich“ oder Ina Müller war. Oerding kommt auch nach NRW: Am 18. März spielt er in Recklinghausen, am 19. März in Münster und am 8. April in Düsseldorf.

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