Ärger um Jubiläumsshow

Schlager-Sängerin weigert sich, ihren Song bei ZDF-Hitparade zu singen - wegen Helene Fischer

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50 Jahre „ZDF-Hitparade“ - am Samstagabend ging es auf Zeitreise. 

Die große „ZDF-Hitparade“ sorgte schon im Vorfeld für Aufregung. Zahlreiche Schlagerstars konnten die „skandalösen“ Entscheidungen des ZDF nicht nachvollziehen und machen ihrem Ärger Luft. 

Update vom 28. April: Aufmerksamen Beobachtern wird aufgefallen sein, dass in der gestrigen ZDF-Hitparaden-Jubiläumshow auch Paola Felix fehlte. 30 mal war sie in der Kult-Show vertreten, gestern nicht. Angefragt wurde sie. „Bereits im letzten Herbst wurde ich vom ZDF eingeladen. Ich sollte auch in der Talkrunde dabei sein, in der viele Einspieler gezeigt würden. Als ich kurz nach der Anfrage bei einer Benefizgala Thomas Gottschalk traf, der die Sendung moderierte, sprachen wir schon darüber, wie viel es über die ZDF-Hitparade zu erzählen gibt“, sagte Paola Felix dem „Schweizer Blick“. 

Doch sie hätte auch ihren Megahit „Blue Bayou“ interpretieren sollen - und  das wollte sie den Angaben zufolge nicht. Bereits letzte Weihnachten habe sie ihr Lied in der Helene-Fischer-Show gesungen. „Es war ein Herzenswunsch von Helene. Nachdem sie mir den Wunsch zuvor schon dreimal angetragen hatte, konnte ich einfach nicht mehr Nein sagen“, so Paola. Der ZDF-Jubiläumsshow erteilte sie jedoch eine Absage. Es hätte wie ein Comeback ausgesehen und das wolle sie nicht.

ZDF-Hitparade mit Gottschalk: Jetzt feiern die Zuschauer Heinos-Auftritt

21.01 Uhr: Howard Carpendale, Heino und Marianne Rosenberg sind bereits aufgetreten. Trotz der Streitereien im Vorfeld läuft die Show wie am Schnürchen. Auch Gottschalk selbst ist gut drauf, lacht viel und bringt das Publikum zum Lachen.

Viele Fans feiern Heino auf Twitter - vor allem solche, die ganz offenbar DSDS gucken. „Heino singt echt Klasse im ZDF. Unser Gewinner?#DSDS“, schreibt einer. Ein anderer stimmt zu: „Auf ZDF läuft Heino. Der könnte glatt gewinnen. #DSDS“. Ein weiterer Zuschauer hat den Sender wegen Heino gewechselt. Anstelle RTL schaut er nun im ZDF die Hitparade mit Gottschalk.

Riesen-Zoff um Hitparade mit Gottschalk: Stars bringen Unmut zum Ausdruck

Update vom 27. April 2019: Die Streitereien um die Jubiläumsshow „50 Jahre ZDF-Hitparade“ wollen nicht abreißen. Zunächst erntete das ZDF in weiten Teilen der Schlagerwelt völliges Unverständnis für die Entscheidung, Thomas Gottschalk als Moderator der Sendung zu engagieren - denn dieser ist gemeinhin nicht gerade als Verfechter des Genres bekannt. Der jüngste Unmut bezieht sich nun auf die Auswahl der Künstler: Viele Schlagerstars sehen ihr Genre in der Sendung, die am Samstagabend ab 20.15 Uhr im ZDF zu sehen ist, nicht ausreichend vertreten. 

Es fehlen unter anderem Schlager-Legenden wie Nino de Angelo, Bata Illic oder Jürgen Drews. Letzterer zeigte sich nach der Entscheidung entsprechend enttäuscht: „Mit der ,ZDF-Hitparade‘ fing meine Karriere als Schlagersänger erst an. Deshalb finde ich es schade, dass ich nicht in die Jubiläumsshow eingeladen wurde. Ich wäre gern dabei gewesen“, sagte der 74-Jährige, der unter anderem aufgrund seines Hits „Ein Bett im Kornfeld“ einen Legendenstatus in der Schlagerwelt erreichte.

„Bösartigkeit vom ZDF“: Etliche Schlagerstars sind außer sich

Andere Betroffene reagierten da noch etwas ungehaltener:  „50 Jahre ,ZDF-Hitparade‘ ohne meinen Hit ,Jenseits von Eden‘ ist wie backen ohne Mehl – total bescheuert!“, meint etwa Nino de Angelo (55) gegenüber der BILD. Gottlieb Wendehals setzt noch einen drauf: „Ein Skandal, dass ich übergangen wurde! Man muss es schon als Bösartigkeit vom ZDF ansehen, mich nicht einzuladen. Die ,Polonäse Blankenese‘ war 1981 eine Sternstunde der ganzen Sendereihe.“ Und auch Graham Bonney, der über 20-mal in der Hitparade auftrat, macht seinem Ärger Luft: „Diese Jubiläumssendung ist ein Schlag ins Gesicht für alle Schlagerfans! Ich bin so f*cking stinksauer wie noch nie in meinem Leben! Dem ZDF sage ich: Ihr könnt mich mal!“

Damit spielt er womöglich auch auf die Entscheidung des ZDF an, die Rock-Sängerin Bonnie Tyler und den deutschen Popsänger Purple Schulz auftreten zu lassen. Beide Acts würde man beim ersten Hören zugegebenermaßen nicht unbedingt in einer traditionellen Schlager-Show platzieren. Doch das ZDF hat offenbar seine Gründe und rechtfertigt seine Entscheidungen folgendermaßen: „Für die Show musste die Redaktion eine Auswahl treffen. Es sind namhafte Künstler vertreten, die ,50 Jahre ZDF-Hitparade‘ eindrucksvoll repräsentieren“, heißt es in einer offiziellen Erklärung des Sprechers Stefan Unglaube, die unter anderem „Der Westen“ zitiert.

50 Jahre „ZDF-Hitparade“: Zeitreise mit Moderator Thomas Gottschalk

Update vom 26. April 2019: Am Samstag ist es so weit - die große Jubiläumsgala zur „ZDF Hitparade“ läuft im ZDF. In der Show „50 Jahre ZDF-Hitparade“ nimmt Thomas Gottschalk die Zuschauer mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte des Kultformats. Gut 30 Jahre lang hat die Sendung ab 1969 die deutsche Musiklandschaft geprägt wie keine andere. Wer sich für Schlager interessierte, kam in der Ära vor YouTube nicht an ihr vorbei. Für die Sänger galt das ebenfalls - egal ob Udo Jürgens oder Nena, Wolfgang Petry oder Nicole, Howard Carpendale oder Trio, Caterina Valente oder Mary Roos. Und sie machte Dieter Thomas Heck, der sie präsentierte, selbst zur Berühmtheit. Das ZDF zeigt die Jubiläumssendung am Samstag (27. April) um 20.15 Uhr.

Schon vor zwei Monaten bekam Gottschalk aber die volle Breitseite ab - beziehungsweise auch das ZDF, dass ausgerechnet er die Show moderieren darf. Mehr lesen Sie unten. Selbst Thomas Gottschalk, der nicht gerade als Schlager-Fan bekannt ist, gibt sich übrigens am Ende geläutert. Er habe sich gefragt, ob eine Schlager-Show seiner Karriere schaden könne, hatte er vor Beginn der aufgezeichneten Show noch gewitzelt. Zum Schluss verspricht er, auch für die Jubiläumsgala zum 75. zur Verfügung zu stehen. Die Fans, die bei der Aufzeichnung dabei waren, hätten nichts dagegen: „Der macht's halt immer super“, sagt eine Zuschauerin. Und der 65-jährige Fan korrigiert seine Aussage von vor der Show: Nicht 20, sondern 25 Jahre jünger seien er und seine Frau jetzt.

Thomas Gottschalk bekommt vor ZDF-Show volle Breitseite ab - „Da muss man ein bisschen schlucken“

Update vom 17. Februar 2019: Thomas Gottschalk gilt als „Everybody‘s Darling“ - doch einige Monate, nachdem er deutliche Kritik einer Kollegin abbekam (siehe unser Ursprungsartikel unten), wendet sich wieder ein Moderator gegen ihn: Uwe Hübner (57), der von 1990 bis 2010 die „ZDF Hitparade“ moderierte. Er äußerte sich im Podcast „Fragen wir doch!“ bei RTL Radio Deutschland und 105'5 Spreeradio.

Das 50-jährige Jubiläum der „ZDF Hitparade“ wird am 27. April 2019 mit einer großen Gala im ZDF gefeiert. Der Moderator: Thomas Gottschalk. Und das schmeckt Hübner nicht. „Er wird das wie eine zeithistorische Geschichte abarbeiten. Gottschalk hat diesem Genre in seinen 'Wetten, dass..?'-Sendungen nie Tür und Tor geöffnet. Da muss man schon ein bisschen schlucken“, schimpft Hübner. „Er findet ja immer wieder eine Lösung für sich und wird das Genre und Dieter in Ehre würdigen. Aber ich hätte es mir auch anders vorstellen können.“ 

Offensichtlich vermisst Hübner eine Verbundenheit Gottschalks mit der „ZDF Hitparade“ und Musikshows als solchen - obwohl Gottschalk bekanntlich selbst großer Musikfan ist und auch jetzt noch bei Bayern 1 in entsprechenden Shows zu hören ist. Hübner meint: „Das ZDF wird selbst genug wissen, ob es mit den Menschen zusammen feiern möchte und auf die Menschen auch ein bisschen stolz sein will, die wirklich mit der 'Hitparade' verbunden waren.“

Auch Schlagerstar Bernhard Brink wettert gegen Gottschalk: „Das finde ich erstaunlich, denn er hat ja immer gegen Schlager gewettert. Aber er ist ja auch ein bisschen altersweise geworden und wird das schon gut machen. Ich mag Thomas wirklich sehr gern. Er hat mir mal gesagt, dass er am Anfang seiner Karriere immer mit mir verwechselt wurde.“

Bekannte Sängerin kritisiert Moderator Thomas Gottschalk: „Ich fand das ignorant“

Unser Artikel vom 12. Oktober 2018:

Berlin - Sie ist Moderatorin, Tänzerin und Sängerin. Und am Samstagabend war Dagmar Frederic Gast in der TV-Sendung „Gottschalks große 68er Show“ bei Ex-„Wetten-Dass...?“-Moderator Thomas Gottschalk. Ein Besuch, den die 73-Jährige im Nachhinein bereut haben dürfte. Sie wirft dem Gastgeber Ignoranz vor. Grund dafür sind seine Äußerungen über das Leben in der DDR. 

Dagmar Frederic: „Es hat mich viel Kraft gekostet, neben Herrn Gottschalk Dame zu bleiben“ 

Es sind stürmische Zeiten für Gottschalk. Erst kürzlich hatte die TV-Ikone mit ihrem Auftritt in der Sendung im ZDF bei Markus Lanz für ordentlich Aufsehen gesorgt, als Gottschalk den Moderator vor laufender Kamera verbal attackierte. Und nun das: Frederic fühlte sich alles andere als wohl auf der TV-Couch bei Gottschalk.

Auch interessant: „Bauer sucht Frau“-Moderatorin Inka Bause verkündet Abschied 

Video: Gottschalk hatte neue Show als Ritt in die 68er angekündigt 

Im Gegenteil, wie sie der Bild verriet: „Es hat mich viel Kraft gekostet, neben Herrn Gottschalk Dame zu bleiben. Als er meinte, man habe vom Westen aus in die DDR wie in ein Aquarium geguckt, fand ich das ignorant.“ Sie selbst habe sich in der DDR immer wohl gefühlt, sie habe dort eine tolle Karriere machen dürfen, und daher gebe es für sie keinen Grund, über ihr Leben in Ostdeutschland herzuziehen. 

Dagmar Frederic mit ihrem Mann Klaus Lenk.

Doch damit nicht genug. Frederic: „Ich glaube, dass Herr Gottschalk sich überhaupt nicht für seine Gäste interessiert. Mit seinen Kommentaren hat er wieder nur Vorurteile gegen den Osten bedient“ , zeigt sich die 73-Jährige offensiv. Dass ihr so eine tolle Karriere in der DDR gelungen sei, solle akzeptiert werden. 

Wäre Dagmar Frederic fast im „Dschungelcamp“ gelandet? 

Was macht Dagmar Frederic sonst, wenn sie nicht gerade bei Gottschalk in der Sendung sitzt? Unter anderem habe man ihr zweimal das RTL-„Dschungelcamp“ angeboten, wie sie verrät. „Aber das käme für mich nicht infrage. Ich lasse mir doch mein Image, das ich mir in 54 Jahren aufgebaut habe, nicht kaputt machen. Außerdem esse ich keine Käfer“, stellt Frederic klar. 

Stattdessen wird sie noch für rund 50 Konzerte im Jahr gebucht und spielt Theater im Hundertwasserhaus in Magdeburg. Zudem engagiert sie sich für zwei Wohltätigkeitsprojekte in Cottbus und Berlin, gibt die Sängerin einen kleinen Einblick in ihr Arbeitsleben. Beschäftigungslos klingt anders. 

Thomas Gottschalk hat sich währenddessen zu den Gerüchten geäußert, bald wieder „Wetten, dass...?“ zu moderieren

Party-Video: Hier heizt Thomas Gottschalk auf dem Oktoberfest ein

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