Ihre Verwandlungsgeschichte

„Let‘s Dance“ 2020 (RTL): Lamers bekam seit dem sechsten Lebensjahr Hormone - „Als Mann wäre ich ...“

Loiza Lamers ist Kandidatin der 13. Staffel von „Let‘s Dance“. Von ihrer Geschichte haben jedoch die wenigsten eine Ahnung. Lamers wurde als Junge geboren. 

München - Sie hat sicherlich eine der berührendsten Geschichten in der diesjährigen „Let‘s Dance“-Staffel: Loiza Lamers. Die 25-Jährige tanzt an der Seite von „Let‘s Dance“-Neuzugang Andrzej Cibis vor der Jury um Joachim Llambi*. In der ersten Entscheidungsshow begeisterte sie mit einem Quickstep zu „Born This Way“. Wie viel ihr der Song bedeutet und welche Geschichte hinter Loiza Lamers steckt, wissen viele jedoch gar nicht.

„Let‘s Dance 2020“: Loiza Lamers wurde als Junge geboren

Der Songtitel von Lady Gaga „I am born this way“ spricht Lamers aus der Seele. Nach ihrem Auftritt in der ersten Show zeigte die hübsche Kandidatin ein Tattoo, das aus einer Textzeile aus genau diesem Song stammt. „Ich bin ‚born this way‘“, sagte sie damals. 2015 gewann Lamers „Holland‘s Next Topmodel“

Wovon viele damals und auch heute jedoch nicht die leiseste Ahnung haben: Loiza Lamers war früher einmal ein Junge und hieß Lukas. Mit 18 ließ sie ihr biologisches Geschlecht angleichen. Davon merkt man heute allerdings nichts mehr. 

Gegenüber Bild (Artikel hinter Bezahlschranke) sprach sie über ihre Verwandlungsgeschichte, die bereits vor 19 Jahren begonnen hatte. 

„Let‘s Dance 2020“: Lamers bekam seit dem sechsten Lebensjahr Hormone

Geboren als Junge, sei sich schon seit sie denken kann darüber bewusst gewesen, dass sie ein Mädchen sein möchte. „Ich habe seit dem sechsten Lebensjahr in einer auf Transgender spezialisierten Klinik Hormone bekommen, damit ich in der Pubertät nicht zum Mann werde“, erklärte sie. Darauf folgten mehrere Eingriffe. Seit einer großen, geschlechtsangleichenden Operation im Alter von 18 Jahren fühle sie sich komplett als Frau, so Loiza Lamers*. 

Der Weg war, wie sie nun berichtete, jedoch kein einfacher. Ihre Eltern und engsten Freunde hätten sie immer unterstützt, so die „Let‘s Dance“-Kandidatin. In Driel, einem holländischen Dorf, hätten es jedoch nicht viele akzeptiert. „Ich wurde dafür gemobbt, bespuckt und verprügelt von Unbekannten auf der Straße“, erzählt sie gegenüber Bild. „Heute weiß ich, dass diese Menschen einfach überfordert waren und selbst arme Würstchen sind.“ Damals habe ihr das alles sehr wehgetan. 

„Let‘s Dance 2020“: „Als Mann wäre ich ...“

Erst mit dem Sieg der Castingshow „Hollands Next Topmodel“ im Jahr 2015 - dem ersten Sieg eines Transgenders - fühlte sie sich vollkommen akzeptiert. 

Die Teilnahme bei „Let‘s Dance“ zeige ihr nun, dass ihr Weg der richtige war. „Gestern Abend war wieder wunderschön“, schrieb sie nach der zweiten Sendung, in der sie mit ihrem Partner den Contemporary zu „Schön genug“ von Lina Maly tanzten. „Als Mann“, so Loiza, „wäre ich zugrunde gegangen.“

Wegen einer Kandidatin kam es dabei beinahe zum Boykott der Sendung „Let‘s Dance“. Dass Ekaterina bei „Let‘s Dance“ nun doch mit dabei ist, besänftigte die Fans aber wieder.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

mbr

Rubriklistenbild: © dpa / Rolf Vennenbernd

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