Aufregung bereits im Halbfinale

ESC 2019: Ärger für Island wegen politischem Statement von Hatari?

+
Hatari aus Island haben beim ESC 2019 für einen politischen Eklat gesorgt.

Nach dem Halbfinale des ESC waren viele gespannt auf den Auftritt von „Hatari“ aus Island. Mit einer politischen Aktion hatte aber niemand gerechnet.

Update vom 20. Mai 2019: 

Während der Liveübertragung des ESC-Finales 2019 haben die Rocker „Hatari“ aus Island für einen politischen Eklat gesorgt. Die Musiker rollten vor laufenden Kameras kleine Banner mit dem Wort „Palestine“ (Palästina), während ihre Punkte verkündet wurden. Der Zweck der Aktion war es, gegen die Besatzung palästinensischer Gebiete zu protestieren.

Die European Broadcasting Union (EBU), die den Wettbewerb ausrichtet, reagierte mit scharfer Kritik - und es deutet sich an, dass der Auftritt nicht folgenlos bleibt. Der ESC sei eine „unpolitische Veranstaltung“, teilten die Verantwortlichen mit. Die EBU wolle nun die Konsequenzen aus dem Verhalten von Hatari diskutieren. Es könnte Sanktionen für den isländischen Partner des ESC geben, vermuten EBU-Kenner. Betroffen davon wäre die Sendeanstalt RUV. 

Allerdings waren Hatari mit ihrem Protest nicht alleine. Denn ähnliches gab es auch von Madonna beim ESC 2019 zu sehen.

„Hatari“ beim ESC 2019: Wer sind die seltsamen SM-Rocker aus Island?

Erstmeldung vom 18. Mai 2019: Tel Aviv - Matthías Haraldsson (24) und Klemens Hannigan (25) gehen beim „Eurovision Song Contest“ 2019 mit ihrer Industrial-Band Hatari für Island an den Start. Ihr Auftritt erinnert an eine wilde Freak-Show mit einem Stahl-Käfig, viel Lack und Leder und Eisen-Ketten. Die Rocker im Sadomaso-Look singen zudem auch einen heftigen Titel: Zu deutsch „Hass wird siegen“. 

ESC 2019 Island „Hatari“: Das hat es mit ihrem Song auf sich

Was es damit auf sich hat, verrät Klemens gegenüber Bild: „Man muss unseren Song schon genau anhören. Es ist eine düstere Zukunftsversion, eine Dystopie und Warnung. Wir sagen, Hass wird siegen, wenn die Länder auf der Welt sich nicht vertragen und immer wieder Kriege gegeneinander führen. Wir sind nicht für den Hass, sondern für die Liebe. Unser Lied ist eine Friedensbotschaft.“ Doch wer sind die beiden Sänger aus Island eigentlich? 

ESC 2019 Island „Hatari“: Die beiden Musiker sind Cousins

Sie kennen sich schon ihr ganzes Leben, da sie Cousins sind - und ihre gemeinsame Oma ist sogar Deutsche. „Unsere deutsche Oma Sieglinde Eleonore ist die Beste! Sie ist 83 Jahre alt und wir lieben sie sehr. Oma ist eine herzensgute Frau und bereitet zudem die besten Bratwürste in ganz Island zu“, verrät Matthias. 

ESC 2019 Islands Sänger „Hatari“ haben deutsche Wurzeln

Matthias hat durch seine Mutter eine weitere Verbindung zu Deutschland, denn sie wohnt in Berlin. Haraldsson: „Ich bin als Kind anderthalb Jahre in Berlin auf eine internationale Schule gegangen. Das war eine tolle Zeit. Aber auch heute reise ich noch regelmäßig nach Berlin. Ich tauche tief in die Kultur dieser Stadt ein und treffe interessante Leute. Daher kann ich auch etwas deutsch sprechen.“

In ihrer Heimat leben die Musiker nahe beieinander. Klemens ist bereits Familienvater und hat eine kleine zweijährige Tochter.

DenLive-Ticker zum ESC 2019 können Sie hier verfolgen.

Den deutschenSisters droht übrigens eine Mega-Pleite - so peinlich war ihr Auftritt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare