In der Live-Sendung 

„Aktenzeichen XY“: Iris (17) seit 39 Jahren vermisst - Polizei äußert sich zu Hinweisen 

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Von Iris Schwarz aus Hamburg fehlt bereits seit 39 Jahren jede Spur. 

Bei „Aktenzeichen XY“ präsentierten das ZDF und Moderator Rudi Cerne einen Cold Case aus Hamburg. Sogar pensionierte Ermittler meldeten sich daraufhin.

Update vom 25. September 2019: Vor knapp einer Woche wurde das Verbrechen an der damals 17-jährigen Iris Schwarz aus Hamburg in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ neu aufgerollt. Das Mädchen verschwand vor fast 39 Jahren auf dem Weg zur Arbeit, die Polizei vermutet ein Verbrechen. 

Wie die Staatsanwaltschaft Hamburg gegenüber den Cuxhavener Nachrichten erklärt, werden die durch Zuschauer eingegangenen Hinweise noch immer abgearbeitet: "Aufgrund der XY-Sendung sind zahlreiche Hinweise beim Landeskriminalamt Hamburg eingegangen, denen nun nachgegangen wird.“ 

Nachdem Ermittler bereits in der Live-Sendung auch einen Zusammenhang zu dem „Disco-Mörder“ nicht ausschließen wollten, sei dieser Verdacht durch Zuschauerhinweise bislang nicht bestätigt worden. Wie das Blatt die Staatsanwaltschaft weiter zitiert, würden auch die Ermittlungen im persönlichen Umfeld des Mädchens weiter andauern. So kurios wollen brutale Räuber bei „Aktenzeichen XY“ ihre Spuren verwischen.

Der sogenannte „Disco Mörder“ steht im Verdacht, in den 70er und 80er Jahren zwischen Bremen und Cuxhaven an dem Verschwinden von insgesamt 13 Mädchen beteiligt gewesen zu sein. Während sechs von ihnen mittlerweile ermordet aufgefunden wurden, fehlt von sieben weiteren noch immer jede Spur. 

Update vom 20. September 2019: Obwohl Alfred Hettmer vom Landeskriminalamt Bayern direkt am Ende jeder Ausgabe von „Aktenzeichen XY“ ein Update zu den bereits eingegangenen Zuschauer-Hinweisen gibt, meldet sich der LKA-Mann nun mit einer erneuten Übersicht zu allen Hinweisen. Wie Hettmer in einem kurzen Video erklärt, meldeten sich insgesamt rund 200 Anrufer bei den ermittelnden Beamten.

Im Fall der seit 39 Jahren vermissten Iris Schwarz meldeten sich gleich mehrere Anrufer. „Der Fall ist auf große Resonanz gestoßen. Ein paar Hinweise beziehen sich auf das Umfeld des Opfers, zum Beispiel die Schule und das Elternhaus“, erklärt Hettmer. Wie Zuschauer noch in der laufenden Sendung erfahren, meldete sich unter anderem ein ehemaliger Kriminalbeamter im Sendestudio. Er erklärte, zur damaligen Zeit ebenfalls im Fall der vermissten Iris Schwarz ermittelt zu haben. 

Wie Hettmer nun jedoch erklärt, meldeten sich sogar mehrere ehemalige Polizeibeamte, die zur damaligen Zeit mit den Ermittlungen betraut waren. „Ein erster Informationsaustausch zwischen den Kollegen hat stattgefunden. Daraus kann man zumindest ersehen, dass die Polizei auch nach so langer Zeit nicht aufgibt und alle Mittel und Hebel in Bewegung setzt, um diesen Fall noch aufzuklären“, erklärt Hettmer. 

Wo ist Yolanda Klug? Die Polizei Leipzig sucht unter Hochdruck nach der 23-Jährigen. Es muss von einer Gefahr „für Leib und Leben“ ausgegangen werden.

„Aktenzeichen XY“: Iris (17) wird vermisst - Pensionierter Ermittler überrascht mit Anruf

Update vom 19. September 2019: In insgesamt vier Kriminalfällen erhofften sich Ermittler in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ neue Hinweise durch Fernsehzuschauer. Wie Alfred Hettmer vom Landeskriminalamt Bayern am Ende der Live-Sendung dann berichtet, meldeten sich in gleich mehreren Fällen Zuschauer mit durchaus interessanten Hinweisen. 

Im Fall der seit 39 Jahren vermissten Iris Schwarz aus Hamburg zeigte sich Alfred Hettmer „überrascht“ von sogar sehr vielen Hinweisen. „Es ist klar, dass wir nach so langer Zeit keine Flut von Hinweisen erwarten können. Ein paar Hinweise, die sich vorwiegend auf das Umfeld des Opfers beziehen, haben wir erhalten“, erklärt Hettmer. 

Wie ein Ermittler der Mordkommission bereits im Laufe der Sendung erklärte, meldete sich im Sendestudio ebenfalls ein bereits pensionierter Ermittler. Der Mann erklärte in einem Anruf, zu der damaligen Zeit mit dem Fall betraut gewesen zu sein. Von diesem Anruf zeigten sich die Ermittler besonders begeistert, sie setzten sich noch im Laufe der Live-Sendung mit dem Anrufer in Verbindung.  

Im Fall einer unbekannten Leiche aus der Elbe meldete sich ebenfalls eine Anruferin. Wie Hettmer dann erklärt, konnte die Frau zwar nicht den Namen des unbekannten Toten sagen, es gebe nun jedoch genug Anhaltspunkte, um die Identität des Toten vermutlich klären zu können. Zuschauer zeigten sich jedoch entsetzt von dem gezeigten Foto der Leiche. 

Im Fall des versuchten Mords in Aschaffenburg gibt es „auch hier einige Hinweise auf das Umfeld des Opfers“. Wie Alfred Hettmer dann noch einmal ausdrücklich erklärt: „Jede Beobachtung, auch wenn sie zum jetzigen Zeitpunkt noch so unwichtig scheint, kann für die Kripo sehr wichtig und von Bedeutung sein und kann zur Aufklärung des Verbrechens führen“.

Vermisste Tochter nach 20 Jahren wiedergefunden

Dass jeder kleine Hinweis wichtig sein kann, zeigte sich auch in Weißrussland, wo sich eine Familie nach 20 Jahren wiederfand. Nähere Informationen im Video.

Währenddessen scheint es in einem „Cold Case“ wieder Bewegung zu geben. Rund 25 Jahre nach einem Mord sucht die Polizei in Hamburg nun eine Zeugin mit aktuellem Phantombild.

„Aktenzeichen XY“: Iris (17) wird bereits seit 39 Jahren vermisst - Polizei rollt Cold Case neu auf

Ursprungsartikel vom 18. September 2019: Ismaning - Mit der aktuellen Ausgabe von „Aktenzeichen XY“ erhoffen sich Ermittler in gleich vier Fällen neue Hinweise durch Zuschauer. Am Abend können sich Fans des beliebten TV-Formats dann auch wieder über einen nun neu aufgerollten Cold Case freuen. 

Cold Case bei „Aktenzeichen XY“: Iris Schwarz aus Hamburg bereits seit 39 Jahren vermisst 

Das Verschwinden der seit mittlerweile 39 Jahren vermissten Iris Schwarz aus Hamburg gibt den Ermittlern noch immer Rätsel auf. Die damals 17-Jährige gilt bereits seit dem 29. Februar 1980 als vermisst. Wie die Ermittler später bekannt geben, verschwindet Iris bereits auf dem Weg zu ihrer Ausbildungsstelle. Obwohl die Teenagerin täglich gegen 6 Uhr morgens mit dem Bus zu der Konditorei in Hamburg fährt, verliert sich die Spur der jungen Frau an diesem Tag. Von der Leiche der jungen Frau fehlt noch immer jede Spur.    

Der Vater der damals 17-Jährigen meldet seine Tochter noch am selben Nachmittag als vermisst. Das Verschwinden seiner Tochter kann er sich jedoch nicht erklären, schließlich sah er die 17-Jährige noch am Morgen auf dem Weg zum Bus. Doch eine Woche später werden die Jacke, die Turnschuhe und die Handtasche der 17-Jährigen an einem Bahndamm bzw. in einem Graben im Hamburger Gewerbegebiet Billbrook gefunden.

Wie Ermittler nun bekannt geben, wechselte die damals 17-Jährige erst vier Wochen vor ihrem Verschwinden ihren Wohnort. Während Iris Schwarz zuvor in Wilster, nördlich von Hamburg, wohnte, zog die Auszubildende am 1. Februar in eine Ein-Zimmer-Wohnung in Hamburg Wandsbek. Dieser Aspekt spielt für die Kripo Hamburg nun eine wichtige Rolle. Ein Foto des ehemaligen Wohnorts in Wilster wird dann live in der Sendung präsentiert, Ermittler erhoffen sich durch Zuschauer neue Hinweise. Die Hamburger Polizei ermittelt auch in einem weiteren Mordfall: Vor drei Jahren wurde ein 16-Jähriger an der Alster erstochen, der Angriff kam aus dem Nichts. Jetzt suchen die Ermittler in Hamburg mit einem neuen Ansatz nach dem Täter, wie nordbuzz.de* berichtet.

ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ sucht nach vermisstem Patrick Raven 

Ermittler erhoffen sich am Mittwoch noch in einem anderen Vermisstenfall neue Hinweise. Bereits seit dem 14. Dezember 2017 fehlt jede Spur von Patrick Raven. Der damals 37-Jährige verschwindet nach einem Streit mit seiner Freundin spurlos aus der gemeinsamen Wohnung in Westfalen, doch die Kripo zieht mittlerweile ein Verbrechen in Betracht. Kurz nach Weihnachten 2017 melden die Eltern des jungen Mannes ihren Sohn als vermisst.

Wie Ermittler nun erklären, scheint ein freiwilliges Untertauchen unwahrscheinlich. Der damals 37-Jährige soll demnach drogenabhängig gewesen und durch ärztliche Betreuung auf Ersatzdrogen angewiesen gewesen sein.

„Aktenzeichen XY“ erhofft sich in zwei weiteren Fällen neue Hinweise 

In der Live-Sendung erhoffen sich Ermittler dann noch im Fall eines Überfalls in Köln und einer Messer-Attacke in Aschaffenburg neue Hinweise. Die vorläufigen Ergebnisse der Sendung werden dann gegen 21.45 Uhr live in der Sendung präsentiert. 

Nach Ausstrahlung einer vergangenen Ausgabe von „Aktenzeichen XY“ konnten Ermittler den gesuchten Täter tatsächlich festnehmen. Im Fall der vermissten Mandy Müller gingen ebenfalls eine Reihe von Zuschauer-Hinweisen ein. Doch das Mädchen bleibt auch weiterhin vermisst. 

Rund 24 Jahre nach dem Mord an zwei Frauen ist ein Kriminalfall aus Oettingen noch immer nicht geklärt. Wer kennt die beiden Frauen der Autobahn-Morde von 1995?  

Im niedersächsischen Göttingen hat ein Mann offenbar eine Frau auf offener Straße ermordet. Die Polizei steht vor einem Rätsel. In einem anderen Fall bei "Aktenzeichen XY" geht es um den Mord an den beiden Prostituierten Anja Witt und Vanessa Wardelmann aus Bremerhaven, wie nordbuzz.de* berichtet.

Durch die aktuelle ZDF-Ausgabe von „Aktenzeichen XY“ erhoffen sich Ermittler neue Hinweise im Fall eines Betonklotz-Werfers aus Münster.

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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