Umfrage

Zwischen Verständnis und Wut: WA-Leser und die Corona-Regeln

Die Corona-Regeln ändern sich ständig. In Hamm gelten andere Regeln als in anderen NRW-Städten.
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Die Corona-Regeln ändern sich ständig. In Hamm gelten andere Regeln als in anderen NRW-Städten. Das führt zu Verwirrung.

Am Mittwoch tagte der Corona-Gipfel um Kanzlerin Angela Merkel erneut, um über Maßnahmen zu sprechen. Trotz aktuell niedriger Inzidenzen geben die Mutationen weiter Grund zur Sorge. Von Lockerungen sind wir wohl noch weit entfernt.

Hamm – Wir wollten von unseren Lesern wissen, was sie von den aktuell in Hamm geltenden Corona-Regeln halten, ob sie sie verstehen, wie streng sie sie umsetzen und ob sie sich einheitliche Regeln wünschen. Hier ein weiterer Schwung von Antworten (für den ersten Teil klicken Sie bitte hier):

Christina Brinkheger (48):

Ja, ich finde die Regeln klar verständlich. Ich halte mich sehr genau an die Regeln. Ich bleibe nach Möglichkeit zu Hause. Wenn ich doch mal raus muss, trage ich eine FFP2-Maske, halte Abstand und wasche mir vorher und hinterher gründlich die Hände. Kontakte außerhalb meines Haushaltes sind nahezu komplett runter gefahren. Ich würde mir einheitliche Regeln für ganz Deutschland wünschen.

Katharina Schick (45):

Ja, mir sind die aktuellen Regeln bekannt und ich verstehe sie. Da unterstützend überall Hinweisschilder angebracht sind, ist es möglich, sich an die Regeln anzupassen. Nur auf den Spielplätzen liegt meines Erachtens eine Unklarheit vor. In Lünen stehen an den Spielplätzen Schilder, auf denen auf die Verwendung einer Maske hingewiesen wird. In Hamm suche ich vergeblich danach. Was gilt? Ich bin übervorsichtig und halte mich seit Februar letzten Jahres (als noch keine Regeln vorlagen) an Abstand und vermeide weitgehend Kontakte, sofern nicht zwingend erforderlich. Die Corona-App wird täglich geprüft. Eine Person mit positivem Ergebnis im Umkreis von acht Metern. Sofort in freiwillige Quarantäne begeben. Ebenso, als die Eltern meiner Nachbarn positiv getestet waren und ein Kontakt vorlag. Von den unterschiedlichen Regeln halte ich genauso wenig, wie von einigen Regeln selbst. Es gibt in unserem Land viele Menschen, die kognitiv gar nicht in der Lage sind, die Unterschiede zu erfassen. Einheitliche Regeln wären definitiv sinnvoller.

Über ein Formular auf wa.de (HIER KLICKEN) können Sie uns weiterhin Ihre Meinung zu den aktuellen Corona-Regeln mitteilen: Was sagen Sie zu den aktuell geltenden Corona-Regeln? Verstehen Sie sie und wissen Sie, in welchen Bereichen was genau gilt? Wie genau sind Sie in der Befolgung der Regeln? Und was halten Sie von der unterschiedlichen Umsetzung? Finden Sie das sinnvoll, oder wünschen Sie sich einheitliche Regeln für ganz Deutschland oder NRW? Alternativ können Sie auch eine Mail an sjesse@wa.de schreiben.

Sven Laaser (49):

Im Vergleich zu einigen meiner Mitmenschen ist mir der Unterschied zwischen öffentlichem und privatem Raum klar. Bis auf normale, menschliche Schwächen versuche ich Regel konform zu agieren. Die unterschiedlichen Umsetzungen sind so dämlich, kaum auszuhalten. Verständlich, dass dieses zu Regelbruch und Regelmissachtung führt. Klappt weder bei Hunden/ Kindern noch bei Erwachsenen!

Dirk Frantz (48):

Ja, das ist sehr verständlich dargestellt. Schon recht genau. Ich weiß um die Gefährlichkeit des Virus. Es ist auch ein respektvolles Miteinander, die Regeln zu befolgen. Dass sich in Hamm fünf Menschen plus Kinder unter 14 Jahren aus verschiedenen Haushalten treffen dürfen, finde ich einfach nur verantwortungslos. (Anmerkung der Redaktion: In Hamm dürfen sich im privaten Bereich fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen) Ich finde, man hat hier ein Schlupfloch gefunden, das Bund und Länder nicht ordentlich mit einer klaren Linie gestopft haben. Macht mich sehr wütend.

Christiane Niehues (59):

Die für mich relevanten Regelungen kenne ich und halte mich kontinuierlich auf dem laufenden. Schon berufsbedingt halte ich mich sehr an die Regeln. Aus meiner Sicht könnte man die ganzen Regelungen reduzieren auf: FFP2-Masken-Pflicht für alle, wenn sich mehrere Personen in einem Raum aufhalten und draußen, wenn man den Mindestabstand nicht einhalten kann. Freigabe der Schnelltests für alle: Schnelltest aller, die einen Bereich betreten wollen, in dem Maskenpflicht und /oder Mindestabstand nicht eingehalten werden können und Impfen!

Sabine Martin (43):

Die Regeln verstehe ich, doch sie widersprechen sich in vieler Hinsicht völlig. Ich halte mich sehr genau daran, auch, wenn man sie nicht immer nachvollziehen kann. Einheitliche Regeln wären schön. Es ist nur noch ein Hin und Her und chaotisch.

Andy Hilje (55):

Natürlich versteht man nicht alles, aber die von der Corona Hotline leider auch nicht. Wenn ich sie dann verstanden habe, befolge ich die Regeln sehr genau. Einheitliche Regeln wären toll, aber man benötigt nach Fallzahlen natürlich auch individuelle Regelungen.

Brigitte Reibis (68):

Ich verstehe die Regeln, aber man muss es x-mal lesen. Es gibt immer noch zu viele, die sich privat treffen, das Zählen fällt anscheinend schwer! Ich halte mich sehr genau an die Regeln. Man kann nicht kritisieren und dann nicht die Regeln befolgen. Ich wünsche mir einheitliche, strengere Regeln. Jedes Bundesland und viele Städte kochen ihr eigenes Süppchen.

G. Wierz (70):

Ich verstehe die Regeln und halte mich sehr genau daran, da ich Hoch-Risiko-Mensch bin und weder mich, noch andere Menschen gefährden will. Einheitliche Regeln würden auch zu Unmut führen in Regionen mit einem niedrigen Risiko, auch wenn es für das Verständnis leichter wäre.

Sylwia Osthof:

In den meisten Fällen verstehe ich die Regeln schon, muss aber manchmal noch mal nachlesen. Ich halte mich sehr an die Regeln. Kann das Hammer Modell nicht nachvollziehen. Der Bund möchte im privaten Raum nur eine externe Person zulassen. Hamm macht sein eigenes Ding. Warum nur? Ich wäre für strengere Regeln denn unser Inzidenzwert liegt weiterhin über dem Bundesschnitt!!!

Astrid Sommer (58):

Ich verstehe die Regeln sehr gut, mache sogar mehr als vorgegeben. Und ich verstehe nicht, das es immer wieder Ausreißer gibt, die sich nicht daran halten. Und wir dadurch wieder von vorn anfangen müssen. Eine einheitliche Regelung für ganz Deutschland halte ich für sinnvoll. Wir müssen da alle durch. Egal in welchem Bundesland. Und für die Menschen wäre eine einheitliche Regelung verständlicher.

Nicole Beckmann (48):

Nein, da blickt niemand mehr durch. Was in Bremen gilt, gilt nicht auch für NRW. Wer soll das verstehen? Hält sich niemand dran. Über Facebook sucht man offiziell Nageldesigner. Die scheißen auf die Regeln! Deutschland sollte einheitlich werden. Wie die EU alles gleich behandeln sollte. Niemand wollte das hier, und nur zusammen stehen wir das durch!

Markus Möllmann (52):

Ja, ich verstehe die Regeln. Ist doch nicht schwierig, wird nur zu wenig eingehalten. In bin seit Jahren in Vollpflege. Vater 91 und Mutter 85, bin selber Hochrisikopatient und lebe seit März 2019 faktisch in Quarantäne und habe keine anderen sozialen Kontakte, pflege aber alle Bekanntschaften innig auf Distanz mit Herz. Ich finde, es sollten überall die gleichen Regeln gelten und sie sollten schärfer sein. Besonders sollte es auch höhere Strafen geben, Regeln werden nicht genug eingehalten, wir lassen zu viel laufen und strafen zu wenig und schwach. Die Grenzen sollten dicht gemacht werden, keine Privatreisen auch innerhalb Deutschlands.

Andreas Anton (56):

Ich glaube zu 100 Prozent alles zu befolgen. Es ist schwierig, aber wenn man nah an die 100 Prozent kommt, sind wir schon ganz weit. Ob die Regeln einheitlich sind oder nicht, befolgen ist wichtig. Wer für sich in Anspruch nimmt, dass die anstehenden Regeln nicht gelten, stellt sich automatisch gegen die Solidargemeinschaft. Das sind dann häufig die Neuinfektionen, die zu beklagen sind.

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