Neuer Wertstoffhof für Hamm: Drei Grundstücke in engerer Wahl

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Hammer Bürger, die ihren Müll zum Wertstoffhof bringen, müssen sich wohl noch länger Richtung Bockum-Hövel quälen und vor allem in Geduld üben.  Mindestens ein Jahr wird es noch dauern, bis ein zweiter Wertstoffhof gebaut wird.

Hamm – Im Mai 2018 hat der Rat die Verwaltung beauftragt, einen geeigneten Standort für einen zweiten Recyclinghof zu suchen und zu entwickeln. Fast 350 Arbeitstage sind seitdem vergangen. Jetzt hat die Stadt Hamm nach langer Sondierung drei Grundstücke gefunden, die den Anforderungen entsprechen. 

Da sie aber nicht der Stadt Hamm gehören, werden Verkaufsverhandlungen geführt. Zu den einzelnen Grundstücken wollte Ralf Hohoff, Leiter des OB-Büros im Hammer Rathaus, nichts sagen. Man habe es sich nicht leicht gemacht, geeignete Flächen zu finden. Mehrere Behörden seien eingeschaltet worden. Gemeinsam mit der Bezirksregierung wurden Richtlinien zu Lärm, Geruch und Verkehr entwickelt. Man habe sich darauf geeinigt zur nächsten Wohnbebauung 300 Meter Abstand zu halten. „Das ist mehr als vorgeschrieben“, so Hohoff gegenüber unserer Redaktion.

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Anlieger sollen nicht belastet werden

Hohoff räumte ein, dass die Flächensuche lange gedauert habe. Anlieger sollen nicht belastet werden. „Wir wollen aber keine schnelle und schlechte Lösung, sondern eine, die Bestand hat“, begründete er den langen Sondierungsprozess. Vor allem habe man die Anlieger im Blick gehabt, sie wolle man nicht mit der Ansiedlung eines neuen Wertstoffhofs belasten. Dem Vernehmen nach hatte die Verwaltung über 40 Grundstücke im Südosten der Stadt zu Beginn der Sondierung im Blick. Nach und nach wurden es weniger. 

16 Grundstücke in engerer Wahl

16 waren in die engere Wahl gekommen. Drei Grundstücke hielten den strengen gutachterlichen Maßstäben Stand. Alle sollen sich im Süden beziehungsweise im Südosten der Stadt befinden. Neben den Kriterien der Gutachter muss die Fläche natürlich auch ihrem Zweck dienen: Sie muss zwischen 8000 und 10.000 Quadratmeter groß und gut erreichbar sein. Neben dem Anlieferverkehr werden täglich rund 10 bis 20 Lkw die unterschiedlichen Wertstoffe abholen, hat der ASH berechnet. 

Wertstoffhof des ASH Hamm

Stadt wird Gespräche suchen

Nun wird die Stadt Hamm mit den Eigentümern der Flächen Gespräche aufnehmen und – wenn man sich auf einen angemessenen Kaufpreis geeinigt hat – schließlich gemeinsam mit den politischen Gremien den Kauf beschließen. Danach wird es noch gut ein Jahr dauern, bis der Wertstoffhof gebaut wird. Die Opposition glaubt indes, dass eine geeignete Fläche erst nach der Kommunalwahl bekanntgemacht wird. Bei den Anliegern komme es nicht gut an, wenn der Standort vor der eigenen Haustür liegt.

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