Zwei-Tonnen-Yacht baumelt am Haken - Von Hamm zum Edersee

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Ein Boot am Haken: Die „Sedina“ wurde aufwendig mit einem Kran aus dem Wasser gehoben.

Ein ganz besonderes Abenteuer zugunsten der Jugendarbeit erlebten zuletzt Heinz Schmied und seine Mitstreiter von der Marinekameradschaft Bockum-Hövel.

Hamm – Mit viel Einsatz wurde das Ausbildungsboot „Sedina“, eine Segelyacht des Herstellers Bavaria mit fast acht Metern Länge, von Bockum-Hövel an ihren neuen Standort zum Edersee verlegt.

Der Trailer mit dem Boot machte einen imposanten Eindruck, der lange Mast war sicher über das Boot gelegt und befestigt worden und schon bald setzte sich das von einem gemieteten Transporter gezogene Gespann in Bewegung. Der zweite Vorsitzende Schmied fuhr in seinem Privatwagen mit und nach vier Stunden war das Ziel, die Krananlage von Rehbach am Edersee erreicht. Was dort folgte, sorgte für die ersten atemberaubenden Bilder: Das über zwei Tonnen schwere Boot wurde an dem auf einer Steilküste gelegenen Kran verzurrt und aus dem Trailer über die Steilkante hinunter in den Edersee gesetzt. Das Team am Kran bildeten zwar erfahrene Profis, doch trotzdem war allen mitgereisten Marinekameraden die Anspannung ins Gesicht geschrieben.

Nach dem Einsetzen machte sich der Fahrer mit dem Trailer auf den Rückweg, doch für die weiteren Mitglieder stand der spannendere Teil der Reise noch bevor: Die „Sedina“ musste vom Einsatzort in Rehbach zum gemieteten Bootssteg nach Bringhausen transportiert werden. Der Mast konnte dafür nicht „mal eben“ aufgestellt werden und auch der bootseigene, frisch überholte Volvo-Motor konnte dafür nicht genutzt werden. Der Einsatz von Verbrennungsmotoren ist aus Umweltschutzgründen auf dem 11,8 Quadratkilometer großen Edersee für Privat-Skipper nicht erlaubt.

Jugendliche kommen auf Campingplatz unter

Doch dafür hatte Schmied vorgesorgt: Eine Holzkonstruktion wurde an der backbordseitigen Badeleiter verschraubt und zwei Elektro-Außenbordmotoren waren schnell daran angebracht. Gemeinsam schafften es die aufgrund ihrer geringeren Leistung als „Flautenschieber“ bekannten Elektromotoren, das imposante Segelboot quer über den See zu „seinem“ Liegeplatz zu bringen. Zahlreiche Gespräche mit anderen Skippern, die tollen Aussichten vom See aus sowie ein kühles Getränk rundeten den gelungenen Samstag schließlich ab.

Mit sicherer Hand steuert Heinz Schmied das Boot über den Edersee.

Zukünftig kann die Jugendabteilung der Marinekameradschaft Bockum-Hövel, die immerhin 15 Mitglieder aufbietet, die maritime Ausbildung auf dem See vervollständigen. „Ich bin glücklich, dass alles so gut geklappt hat“, sagte Schmied, der auch Jugendreferent im Landesverband Westfalen ist. Die Bedingungen seien ideal, denn als Gruppe können die Jugendlichen auf einem nahen gelegenen Campingplatz unterkommen und sich dann tagsüber auf dem See tummeln.

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