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„M.E.S.H.“-Gründer Markus Lahrmann (55) tot - ein Nachruf

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Von: Markus Hanneken

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Mit nur 55 Jahren gestorben: Markus Lahrmann.
Mit nur 55 Jahren gestorben: Markus Lahrmann. © privat

Der plötzliche Tod von Markus Lahrmann (55) hat auf vielen Ebenen in Hamm und weit über die Stadt hinaus große Trauer und Bestürzung ausgelöst. Ein Nachruf.

Hamm - Markus Lahrmann war in Hamm Gründer und Chef des vielerorts beschäftigten Sanitätsdienstleisters „M.E.S.H.“. Im Kunden- und Kollegenkreis war Lahrmann hoch geschätzt; im Rathaus, bei der Stadtverwaltung, beim Ordnungsamt, bei der CDU und natürlich bei der Feuerwehr sei er „immer präsent“ gewesen, heißt es aus seinem persönlichen Umfeld. Wolfgang Rumpf von der Hammer Feuerwehr erinnert sich an einen „immer sehr verlässlichen Partner bei Großveranstaltungen“.

Am 19. Mai 1967 geboren, machte Lahrmann nach seinem Schulweg eine Ausbildung als Schriftsetzer beim WA, später folgte eine Anstellung beim Hellweger Anzeiger in Unna, den WA belieferte er eine Zeitlang mit Blaulichtfotos; auch für das Ordnungsamt war er tätig. Seine eigentliche Leidenschaft galt aber dem Helfen: Aus langjähriger Arbeit bei der freiwilligen Feuerwehr (seit 1997) und als Rettungssanitäter (2008 bis 2011) heraus gründete Lahrmann im Mai 2010 „M.E.S.H.“; der griffige Name steht für „Medical Event Service Hamm“, man versteht sich als privater Dienstleister für Sanitätsdienste bei Veranstaltungen aller Art.

Markus Lahrmann gestorben: WM-Dorf 2010 als Markstein

Die Firma startete ganz klein: Mit zwei jungen Kollegen und einem Notfallrucksack betreute der damals 43-Jährige zunächst Abifeten, etwa in der Von-Thünen-Halle. Ein wichtiger Wendepunkt hin zum Wachsen sei am 10. Juli 2010 die Betreuung der Fußballfans im WM-Dorf an der Pauluskirche gewesen, erinnert sich Yannik Kraus, enger Kollege und Freund von Lahrmann. Das Team wurde fortan kontinuierlich größer.

Markus Lahrmann mit seinem jungen Kollegen Yannik Kraus im Jahr 2013.
Markus Lahrmann (rechts) mit seinem jungen Kollegen Yannik Kraus im Jahr 2013. © Reiner Mroß (Archiv)

Verantwortlich war M.E.S.H. in den vergangenen Jahren unter anderem für die medizinische Versorgung sämtlicher Messen sowie von Kongressen und Versammlungen in den Westfalenhallen, beim Kurparkfest, bei Veranstaltungen in den Zentralhallen, im Hammer Impfzentrum an der Friedensschule, in der Westpress-Arena bei den Heimspielen der ASV-Handballer, des Hammer Kulturfests „h4“ sowie seit der Saison 2020 sogar der Besucher im Movie-Park Bottrop. Um die stetig steigenden Nachfragen zu bedienen, habe Lahrmann zuletzt aus einem bis zu 100-köpfigen Mitarbeiterpool schöpfen können, erzählt Kraus.

Markus Lahrmann gestorben: „für viele auch ein guter Freund“

Nur wenige Stunden nach einem Herzinfarkt starb Markus Lahrmann am Samstagmorgen, 8. Oktober, im Alter von 55 Jahren. Nichts habe das erahnen lassen, weiß Kraus. Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile vor allem über die sozialen Netzwerke.

Am Sonntagvormittag erschien ein erster kleiner Nachruf auf der Facebookseite von M.E.S.H. Man habe nicht nur den Chef, „sondern auch einen herzensguten Menschen verloren, der für viele auch ein guter Freund war“, steht dort über hunderten gefühlvollen Kommentaren zu lesen. Der Geschäftsbetrieb solle „trotz der schlimmen Nachrichten weiterhin bestmöglich bedient“ werden.

Markus Lahrmann war unverheiratet und kinderlos.

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