Taxi-Unternehmen auf der Spur

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Hamm - Es geht um Leistungsmissbrauch, Schwarzarbeit und Steuerbetrug im Taxigewerbe: Mit 22 Kräften haben in der vergangenen Woche Mitarbeiter des Hauptzollamtes Bielefeld und des Hammer Finanzamtes Fahrer und Betreiber von Taxiunternehmen unter die Lupe genommen – unter anderem auch in Hamm.

Die Fahnder waren in Hamm, im Kreis Soest und Teilen des Hochsauerlandkreises unterwegs. Insgesamt wurde 26 Betriebe überprüft, 22 Anhaltspunkte wurden gefunden. Nach Angaben eines Sprechers des Hauptzollamtes in Bielefeld, würden die Vorwürfe nun überprüft. 

„Wir haben Ordnungswidrigkeiten festgestellt, werden aber auch Strafverfahren einleiten“, teilte ein Zoll-Sprecher mit. Ziel der Schwerpunktprüfung war es, unangemessene Arbeitsbedingungen im Taxigewerbe aufzudecken. Deshalb wurden insbesondere die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns nach dem Mindestlohngesetz, die Einhaltung sozialversicherungsrechtlicher Pflichten, der unrechtmäßige Bezug von Sozialleistungen sowie die illegale Beschäftigung von Ausländern überprüft. Wie hoch der Anteil der Verfehlungen in Hamm war, konnte der Zoll-Sprecher nicht sagen.
„Wir haben kein Problem mit diesen Kontrollen und nichts zu verbergen“, sagte Uwe Roemer, Vorsitzender der Taxengemeinschaft Hamm. Die meisten Taxiunternehmer seien ehrlich unterwegs. „Schwarze Schafe gibt es überall – auch in unserem Gewerbe.“ Die Kontrollen seien seiner Meinung nach gut für den Wettbewerb. Er habe gehört, dass es in Hamm lediglich ein paar Ordnungswidrigkeiten gegeben habe. 

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