Zirkus des Horrors zeigt in Hamm irre Show

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Hamm - Verrückt statt verstaubt, Können und Kunst statt Kitsch – Zirkus mit Glitzer-Romantik war gestern! Der Zirkus des Horrors ist innovativ, temporeich und vor allem außergewöhnlich – genau dort hat er wohl auch seine Stärken. Am Freitag feierte er mit seiner neuen Show von Romanza Circusproduction „Asylum – Das Irrenhaus“ Premiere und bot im ausverkauften Zelt an den Zentralhallen schaurig-schöne Gänsehaut-Momente. Das Publikum war absolut begeistert von der Grusel-Show, die erstklassige Akrobatik und Nervenkitzel verbindet.

Das Gruseln beginnt schon am Eingangsbereich: Um ins Innere des Zirkuszeltes zu gelangen, müssen die Gäste zuerst an einem Herren vorbei. Sein blutverschmiertes Gesicht erinnert an einen Horrorfilm. Drinnen ist es dunkel, es geht vorbei an irren Patienten, die in einem Krankenbett liegen oder im Rollstuhl sitzen. Hier und da sind Schreie zu hören. Gruselige Gestalten warten nur darauf, dass ihr nächstes Opfer um die Ecke biegt. Das Szenario lässt bereits erahnen: Das Ganze ist nichts für schwache Nerven. Noch einmal tief durchatmen, dann heißt es Platz nehmen.

Wer denkt, er kann sich hier entspannen, liegt falsch: Immer wieder springen einen aus dem Nichts blutverschmierte Gestalten an. Dann ist es soweit: Psycho-Forscher Professore Salvatore dei Morti betritt mit seinen „Patienten“ die Bühne: Er hat sich vorgenommen, mit seinen skurrilen Behandlungsmethoden und Forschungen die medizinische Welt zu revolutionieren.

Zirkus des Horror: "Asylum" Premiere an den Zentralhallen

Die Handlung um den verrückten Mediziner bietet die perfekte Grundlage für herausragende artistische Spitzenleistungen und beste Unterhaltung. Dass er sein „Superman“-Outfit zurecht trägt, zeigt ein Akrobat, indem er sich mit nicht enden wollenden Salti herumwirbeln lässt und nach einem tollkühnen Flug auf den Schultern seines Kameraden landet. Der lebende Beweis dafür, dass man sich über Horror-Clowns auch schrecklich amüsieren kann, ist Clown Brian Ernest alias Milano Kaiser. Nicht ganz so nett geht er mit dem Publikum um: So riecht er an einem Turnschuh, den er zuvor einem Gast stibitzt hat, oder bindet einem anderen Zuschauer eine Leine um den Hals und nutzt ihn für seine mehr oder minder gefährlichen „Spielchen“ wie dem Messerwerfen.

Hier zu unserer bisherigen Berichterstattung zum Horrorzirkus 

Mit einigen Gästen dreht er auch ein Video. Ein netter Spaß zwischen den Zirkusnummern. Ein anderer Artist zeigt Handstand-Akrobatik, wagt in luftiger Höhe auf einem wackeligen Gestell aus Holzstelen einen Spagat. Absoluter Höhepunkt ist die waghalsige Todesrad-Show: Die beiden Artisten laufen, teils mit verbundenen Augen, auf der Innen- und Außenseite des sich immer schneller drehenden Rades herum, machen dort Salti oder springen mit dem Seil. Ein starkes Repertoire, das mit einem tollen Lichtdesign und beleuchteten Rädern noch aufgewertet wird.

Unglaublich sind die extremen Verbiegungen, bei denen sich so mancher der 1 000 Zuschauer zurecht fragt, wo bei den drei Künstlern in manchen Positionen vorne und wo hinten ist. Einige Artisten zeigen ihr Geschick auch beim Jonglieren. Zum Finale springen sie Seil – zu dritt übereinander oder gleichzeitig über mehrere Seile. Am Ende kennt das Publikum nur eine Antwort auf den Zirkus der Superlative: tosenden Beifall.

Bis zum 6. Mai gibt der Zirkus des Horrors täglich um 19.30 Uhr eine Vorstellung. Nur sonntags beginnt sie schon um 18 Uhr.

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