Artistin stürzt in Zuschauerbereich

Schlimmer Unfall im "Zirkus des Horrors" vor Gastspiel in Hamm

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Bei dieser Nummer passierte das Unglück in Essen.

Essen/Hamm - Nur wenige Tage vor dem Gastspiel in Hamm ist eine Artistin des "Zirkus des Horrors" verunglückt. Sie stürzte während einer Vorstellung aus sechs Metern Höhe in den Zuschauerbereich.

Der Unfall passierte am Dienstagabend in Essen. Aus noch ungeklärten Gründen stürzte die 27-jährige Artistin während ihrer "Luftnetznummer" - dabei wird sie in einem Netz für Kunststücke bis unter die Kuppel hochgezogen - in die diesmal unbesetzte erste Stuhlreihe. Ein als Zuschauer anwesender Essener Feuerwehrmann kümmerte sich sofort um die Verletzte, wie die Polizei mitteilte. Nach notärztlicher Versorgung vor Ort wurde die Frau ins Krankenhaus gebracht. Mit "lebensgefährlichen Verletzungen", hieß es in einer ersten Diagnose.

Noch während der Rettungsmaßnahmen äußerte die 27-Jährige den Wunsch, dass die Vorstellung fortgesetzt werde. Die rund 350 geschockten Zuschauer nahmen ihre Plätze also wieder ein. Es stellte sich heraus, dass die Artistin Glück im Unglück hatte. Nach Angaben mehrerer Onlinemedien kam sie mit schmerzhaften Prellungen davon.

Konsequenzen für Hammer Gastspiel?

Der "Zirkus des Horrors" reist mit seinem 40-köpfigen in den kommenden Tagen nach Hamm weiter; die erste Vorstellung ist am Freitag, 27. April, geplant. Ob die Artistin mit ihrer Nummer in Hamm auftreten wird, ist derzeit noch offen. Nach Angaben von Zirkus-Sprecher Kevin Leppien laufen noch Nachuntersuchungen im Krankenhaus. Die Artistin ist seit 2014 beim Zirkus des Horrors; die aktuelle Nummer führt sie seit März 2018 auf.

Klar ist indes: Am Sicherheitskonzept wird sich in Hamm nichts ändern. Laut Leppien liegt die Sicherung im Ermessen jedes Einzelnen. Oft sei das eine Sache der Psyche, viele Artisten "fühlen sich ohne Sicherung besser". Und eine Nummer wie das "Todesrad" - ebenfalls im Programm - könne man ohnehin nicht absichern.

Todessturz beim Cirque du Soleil

Yann Arnaud

Erst vor wenigen Wochen war ein erfahrener Artist des Cirque du Soleil bei einer Aufführung in den Tod gestürzt. Der Unfall in Tampa/Florida ereignete sich während einer Luftakrobatik-Nummer der Show "Volta" mit mehreren Künstlern. Yann Arnaud (38) stürzte - wie seine deutsche Kollegin - aus sechs Metern Höhe ab; er war mit der Hand von einem Ring abgerutscht.

Horror-Zirkus in Hamm schon bekannt

Ungeachtet der Unfalls geht der Zirkus des Horrors optimistisch in seine Hammer Auftritte. Der Vorverkauf sei gut angelaufen, so Kevin Leppien. Man sei nach dem erfolgreichen ersten Gastspiel 2013 in der Stadt wohl noch bekannt genug.

 

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