Viel Applaus für erstes Kulturfest in Hamm

Ziemlich sicher Neuauflage: „h4“ als Ersatz für Hammer Summer?

Auch Darsteller der Waldbühne präsentierten sich im Rahmen von „h4“.
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Auch Darsteller der Waldbühne präsentierten sich im Rahmen von „h4“.

Die vielen und starken positiven Reaktionen auf das Kulturfest „h4“ in Hamm zeigen Wirkung: Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es 2022 eine Neuauflage geben. Dafür könnte ein anderes Schwergewicht den Platz räumen.

Hamm - „Auf Wiedersehen beim Kultursommer 2022.“ Mit diesen Worten hatte Oberbürgermeister Marc Herter am Sonntag das „h4“-Kulturfest in der Innenstadt beendet. Den Worten sollen nun Taten folgen. Das „h4“-Konzept mit heimischen Akteuren solle wohl keine Eintagsfliege bleiben und im nächsten Sommer neu aufgelegt werden, hieß es im Nachgang aus dem Rathaus. Mit der Planung werde nach der Innenstadtkonferenz im Herbst begonnen. Die Ratsfraktionen würden – wie angekündigt – beteiligt. 

Sie habe nur begeisterte Besucher und Beteiligte gehört, sagte Bürgermeisterin Monika Simshäuser, Vorsitzende des Kulturausschusses, gegenüber der Lippewelle. Viele seien überrascht von der Reichhaltigkeit der Hammer Kultur- und Kunstszene. Ähnlich begeistert hatte sich am Sonntag Ute Obering aus dem Kulturbüro gegenüber WA.de geäußert. Sie könnte sich sogar vorstellen, das Fest auch länger als ein Wochenende laufen zu lassen, ergänzte Simshäuser - sofern die Finanzierung stimme.

Kulturfest h4: der Samstag Teil zwei

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Kulturfest h4: der Samstag Teil zwei
Kulturfest h4: der Samstag Teil zwei

Womöglich gilt das Kulturfest im Rathaus als starker Nachfolger des Hammer Summers. Das prominent besetzte Musikfestival in der Innenstadt war wegen Corona zuletzt zweimal abgesagt worden und ist überdies kein Favorit der derzeitigen Rathaus-Koalition um OB Herter. Dieser hatte Anfang 2021 gegenüber dem WA gesagt, das Format sei „in die Jahre gekommen“ und „man beschäftige sich mit „einer konzeptionellen Weiterentwicklung“. Das Format werde dann auslaufen, wenn es an seiner Stelle ein anderes gebe.

Insgesamt 18 Mal fand der Hammer Summer statt, zuletzt im Jahr 2019. Stars wie Sunrise Avenue, Fury in the Slaughterhouse, The BossHoss, Revolverheld, 2raumwohnung, Fischer Z, Midge Ure, die Hooters, Kim Wilde und Lena Meyer-Landrut waren schon in Hamm dabei. Ausgestattet war der Hammer Summer immer mit einem Budget von knapp 100.000 Euro. Zum Vergleich: Das Finanzkorsett für „h4“ lag bei 200.000 Euro, 160.000 davon flossen aus dem Fördertopf „Neustart Kultur“ der Bundesregierung nach Hamm.

KOMMENTAR zum Kulturfest „h4“: Die Stadt war der Star

Zu viele Lücken? Zu viel Programm? Zu viele kurzfristige Änderungen? Zu wenige Masken? ... Ja, es war nicht alles perfekt an den vergangenen drei Tagen. Aber je nachdem, zu welcher Zeit man in welchen Bereichen der Stadtmitte unterwegs war, war vor allem Dankbarkeit spürbar. Dankbarkeit dafür, nach rund 18 für viele Menschen regelrecht dramatischen Corona-Monaten mehr als ein starkes Stück Normalität zu leben. Große Innenstadtfeste – und das war „h4“ trotz der Überschrift „Kulturfest“ – gab es in Hamm auch früher schon, doch die Umstände waren nie so kompliziert wie diesmal, es gab also keinerlei Blaupause.

Die Macher hatten eine Stange Geld zur Verfügung, das Gros davon kam aus einem Fördertopf der Bundesregierung. Aber sie wilderten nicht außerhalb, sondern steckten es in die Stadt, schenkten ihr ein Fest „von Hammern für Hammer“ und erzeugten so bei vielen ein starkes Wir-Gefühl (das mancherorts mehr Zuspruch verdient gehabt hätte). Getragen von ihrer üppigen, zweifellos vorzeigbaren Kulturszene war bei „h4“ die Stadt der Star. Hamm schillerte nicht, aber Hamm atmete und pulsierte, so bunt und so typisch, wie Hamm eben ist. Darauf kann man sehr wohl auch mal stolz sein. Und das ist allemal wiederholungswürdig. (Markus Hanneken)

Für viele weitere Fotos vom Kulturfest „h4“ klicken Sie hier!

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