Mehr Kilometer, mehr Mitarbeiter, mehr Verantwortung

Alle Wege über Hamm: Zentraler Standort für Autobahnen kommt

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Fast 1400 Kilometer Autobahn in und um NRW werden künftig von Hamm aus betreut.

Mehr Kilometer, mehr Mitarbeiter, mehr Verantwortung: Ab dem 1. Januar 2021 werden von Hamm aus rund 1400 Kilometer Autobahnen verwaltet – bislang stehen gut 1000 Autobahnkilometer in der Betreuung der Niederlassung.

Hamm – Hamm wird einer von bundesweit zehn Standorten der neuen Autobahngesellschaft des Bundes. Aus der Autobahnniederlassung des Landesbetriebs Straßen.NRW wird die „Niederlassung Westfalen“ der Autobahn GmbH. Dabei handelt es sich um privatwirtschaftliches Unternehmen. Der Transformationsprozess von der Behörde zur GmbH ist – nach einigen Anlaufschwierigkeiten – im vollen Gang. (Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass im Hammer Westen eine weitere Landesbehörde Arbeitsplätze einrichtet.)

Die neue Gesellschaft wird das westfälisch-lippische sowie Teile des hessischen und des niedersächsischen Fernstraßennetzes verwalten – insgesamt 1372 Kilometer. Die Niederlassung wird Außenstellen in Bochum, Osnabrück und Hagen sowie temporäre Außenstellen in Gelsenkirchen, Netphen und Dillenburg erhalten. Der aktuelle Niederlassungsleiter Dieter Reppenhorst geht davon aus, dass künftig viel mehr Menschen in Hamm arbeiten.

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Aktuell gehören zur Niederlassung 607 Mitarbeiter – davon 343 in den zwölf Autobahnmeistereien, in der Winterdienstzentrale und der Tunnelleitzentrale. Künftig werden über 1000 Mitarbeiter von Hamm aus verwaltet. Reppenhorst erwartet, dass auf Dauer in Hamm rund 150 Stellen neu geschaffen werden. Straßenbauingenieure, Techniker und Verwaltungskräfte sind gefragt und Bewerbungen bereits jetzt willkommen.

Neubau für Niederlassung Westfalen

Inzwischen steht fest, wer künftig die Niederlassung Westfalen leiten wird: Elfriede Sauerwein-Braksiek wird ab 1. April 2020 Chefin der neuen „Niederlassung Westfalen“ der Autobahn GmbH des Bundes und wird ihr Büro am Otto-Krafft-Platz beziehen. Dieter Reppenhorst, der aktuell noch die Niederlassung leitet, wird dann den Geschäftsbereich „Planung“ übernehmen.

Reppenhorst geht davon aus, dass mittelfristig ein Neubau für die Niederlassung Westfalen gebaut werden muss. Bis es so weit ist, werden die Mitarbeiter in den beiden Liegenschaften an der Marker Allee und am Otto-Kraft-Platz arbeiten. Für den Übergang ist ein dritter Standort geplant, der derzeit gesucht wird.

Größte Reform in Geschichte der Autobahn

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte vor zwei Jahren die Gründung der Autobahngesellschaft als „die größte Reform in der Geschichte der Autobahn“ angekündigt. Seither wurde mithilfe von Beraterfirmen an einem Konzept gearbeitet. Das hatte neben der neuen Rechtsform auch die Mitarbeiter im Blick.

Scheuer hatte versprochen, dass die Interessen der Beschäftigten und ihrer Familien hinsichtlich Status, Arbeitsplatz und Arbeitsort gewahrt werden. Demnach sollen die Beschäftigten, die bisher für Planung, Bau, Betrieb und Erhaltung der Autobahnen zuständig waren, die gleichen Aufgaben in den neuen Strukturen bei der Autobahn GmbH fortführen. „Das Standortkonzept wurde so gestaltet, dass der Einsatz der Mitarbeiter grundsätzlich am bisherigen Arbeitsplatz und Arbeitsort erfolgen kann“, heißt es von der Autobahngesellschaft.

Beschäftigte nicht schlechter stellen

Derzeit werde eine Überleitung zum Bund vorbereitet, die sicherstelle, dass die Beschäftigten sämtliche ihrer erworbenen Rechte behielten und sie auf keinen Fall schlechter gestellt seien als bislang. Weiter: „Die Beschäftigten erhalten dann Gelegenheit, sich für einen Wechsel zum Bund zu entscheiden oder in ihren bisherigen Beschäftigungsverhältnissen bei den Ländern zu verbleiben. Denkbar ist auch, dass sie weiter beim Land beschäftigt bleiben, aber für den Bund tätig sind – zum Beispiel im Wege der sogenannten Gestellung“.

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