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Camping mal anders: Was soll das Zelt im Nordringpark?

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Von: Sarah Hanke

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Camping auf der Calistenicsanlage in der Nordringanlage
Zwei „Abenteurer“ übernachtet hatten am Mittwoch ihr Zelt auf der neuen Sportanlage errichtet. Erlaubt ist das eigentlich nicht. © Hanke

Wildcampen ist in Deutschland grundsätzlich verboten – ob im Wald, am Straßenrand oder auf einer Wiese. Ein Duo hat sich im Nordringpark in Hamm dennoch auf dieses „Abenteuer“ eingelassen.

Hamm - Ungewöhnliches Bild am Mittwoch im Nordringpark: Dort wo eigentlich Sport getrieben werden sollte, hatten offenbar zwei Männer übernachtet. Für die Zeltbefestigung nutzten sie die Stangen einer Hangelanlage. Als gegen 12.30 Uhr der zweite Wildcamper mit einem fröhlichen „Guten Morgen“ aus dem Zelt krabbelte, brach das Duo das auf der Tartanfläche errichtete Zelt ab.

Durch Hinweise aus der Bürgerschaft in verschiedenen Ämtern hatte die Stadt Hamm bis dahin bereits Kenntnis von den „Campern“ erlangt, hieß dazu auf WA-Anfrage. Erst am Dienstag sei der Nordring noch durch den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) kontrolliert worden: alles unauffällig. Auch als die KOD-Mitarbeiter am Mittwoch dort erneut Streife gingen, sei das Zelt bereits abgebrochen gewesen.

Schäden am Tartanboden sei nicht festgestellt werden, so Stadtsprecher Lukas Huster. Grundsätzlich komme Wildcampen in Hamm nur ganz vereinzelt vor, so die Stadt - im Nordring zuletzt gar nicht. Das reguläre Verwarngeld für Wildcampen liegt übrigens bei 10 Euro. Zum Vergleich: Wildpinkler zahlen 35, Wiederholungstäter sogar bis 5000 Euro. 

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