Alexander Harbach zog „von der Garage in die Welt“

Was macht eigentlich... der allererste HSHL-Student heute?!

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Alexander Harbach erinnert sich gern an die Zeit in Hamm zurück: „Die HSHL war und ist ein super Standort zum Studieren.“

Vor ziemlich genau zehn Jahren hat sich an der Hochschule Hamm-Lippstadt – damals noch in der Paracelsuskaserne – der erste Student eingeschrieben. Die HSHL ist in den weiteren Jahren prächtig gewachsen. Und was macht ihr erster Student heute?

Von Lilly Bittner

Hamm/Dortmund – Alexander Harbach machte sein Abitur an der Friedensschule in Hamm. Schon zu Schulzeiten war ihm klar, was er machen wollte, dass er den beruflichen Weg in Richtung Energiewirtschaft einschlagen will. „Besonders aufgrund der Energiewende fand ich dieses Thema schon immer interessant“, sagt Harbach.

Der heute 30-Jährige ging zu jener Zeit in der Hammer Innenstadt zufällig an einem Infostand der HSHL vorbei. Die beiden Studiengänge, die sie bald anbieten würde: „Mechatronik“ und „Energietechnik und Ressourcenoptimierung“. Letzteres weckte Harbachs Interesse. „Und wieso soll ich nach Dortmund oder Aachen ziehen, wenn ich auch einfach in Hamm bleiben kann?“, erklärt Alexander Harbach rückblickend. Aber nicht nur aus Bequemlichkeit wählte er den Studiengang an der HSHL: „Energietechnik und Ressourcenoptimierung“ wird deutschlandweit eben nur an der HSHL angeboten.

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37 Studierende in Harbachs Jahrgang

Also schrieb sich Harbach an der neuen Hochschule ein. Obwohl diese gerade erst eröffnet hatte und es somit noch keinerlei Erfahrungswerte gab, hatte Harbach bei der Einschreibung keine Bedenken. „Ich habe es einfach auf mich zukommen lassen“, sagt er. Bereut hat er es nie.

Besonders die „Start-Up-Atmosphäre“ gefiel ihm sehr. „Man war aktiv an der Mitgestaltung des Studiengangs beteiligt“, berichtet Harbach. Sein Jahrgang bestand aus 37 Studierenden. Es habe sich angefühlt wie ein Klassenverbund, sagt der erste eingeschriebene Student. Die Professoren seien sehr engagiert und motiviert gewesen. Sie kamen alle direkt aus der Praxis. „Man kannte jeden persönlich“, beschreibt Harbach das Verhältnis der Studierenden zu den Professoren.

Als Räumlichkeit diente die frühere Paracelsus-Kaserne. Die Labore und die Technik seien neu gewesen. „Von der Garage in die Welt“, sagt Harbach dazu. „Das ist dann eben das Privileg, das die Ersten genießen.“

Alexander Harbach war auf dem Papier der erste Student an der HSHL. Heute arbeitet er Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH „DEW21“.

"Ein super Standort zum Studieren"

„In die Welt“ bedeutete für den 30-Jährigen zunächst ein Praxissemester bei „B.A.U.M. Consult“. Dabei unterschrieb Harbach 2011 einen Vorvertrag für die Zeit nach dem Studium. In dem Unternehmen war er von 2012 bis 2015 als Berater für Ökoprofit tätig. Heute arbeitet er bei der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH „DEW21“ als Energieeffizienzberater. Aus jetziger Sicht ist er für sein Studium an der HSHL dankbar. „Mir wurde ein Rundumwissen vermittelt, was mir im Berufsleben sehr hilft“, erklärt Harbach.

Auch heute habe Harbach noch Kontakt zu der Hochschule. „Wir nehmen oft und gerne Praktikanten der HSHL.“ Er habe den Eindruck, dass sich der Studiengang nicht großartig geändert habe. Lediglich gewachsen sei er. Trotzdem bringen die Praktikanten ein nützliches Rundum- und Praxiswissen mit. „Die HSHL war und ist ein super Standort zum Studieren“, sagt Alexander Harbach.

So wächst die HSHL:

„Energietechnik und Ressourcenoptimierung“ studierten im Wintersemester 2018/19 320 Personen an der HSHL. Harbach berichtete von 37 Studierenden innerhalb seines Jahrgangs. Insgesamt studierten 2009 84 Studenten und Studentinnen in zwei Studiengängen an der Hochschule. Aktuell werden 6200 Studierende gezählt. Sie teilen sich in 14 Bachelor- und 10 Masterstudiengänge auf. Um Platz für den Zuwachs an Studierenden zu haben, eröffnete im Juni 2014 ein neu gebauter, größerer Campus.

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