Zahl der Flüchtlinge in Hamm unter Erwartungen

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Symbolbild

Hamm - Die Zahl der neu nach Hamm zugewiesenen Flüchtlinge blieb auch im zweiten Quartal des Jahres 2017 deutlich unter den Erwartungen der Verwaltung.

In den ersten sieben Monaten des Jahres kamen 38 Asylbewerber neu nach Hamm. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2016 waren der Stadt von der Bezirksregierung Arnsberg 353 Asylbewerber zur dauerhaften Aufnahme zugewiesen worden.

So verhalten wie bislang werde es aber im zweiten Halbjahr wohl nicht weitergehen, sagte Tom Herberg, Pressesprecher der Stadt Hamm, gestern auf WA-Anfrage: „Wir rechnen aktuell mit rund 200 Zuweisungen bis Jahresende.“ Der Grund dafür sei, dass die Zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes (ZUE) an der Ludwig-Teleky-Straße ab dem 1. Oktober nicht mehr mit 720, sondern nur noch mit 580 Plätzen angerechnet werde. „Das bedeutet quasi den Wegfall von 140 Plätzen“, sagte Herberg.

In dem Umfang müsse die Verwaltung dann Plätze für Flüchtlinge vorhalten, die dauerhaft in Hamm bleiben. „Nach wie vor gilt aber: Alle Zahlen sind Momentaufnahmen und können sich täglich ändern“, so Herberg. Zurzeit leben insgesamt 2600 Flüchtlinge dauerhaft in der Stadt.

Auch im gesamten Land Nordrhein-Westfalen sank die Zahl der Asylbewerber in diesem Jahr deutlich. Fanden im ersten Halbjahr 2016 noch 44.000 Menschen Zuflucht in NRW, so waren es im Vergleichszeitraum 2017 nur noch gut 14.000. Im Vergleichszeitraum 2015 waren es 44.000 Flüchtlinge.

Zum ersten Mal ist eine größere Gruppe der Asylsuchenden türkischer Abstammung. Im ersten Halbjahr haben 760 türkische Staatsangehörige einen Asylantrag in NRW gestellt. Vom 1. Juli bis zum 25. Juli waren es noch einmal 126 Fälle. Auch in Hamm gab es im Juli 2017 vier Asylbewerber mit türkischem Pass. Insgesamt leben damit acht Asylbewerber türkischer Staatsangehörigkeit in Hamm.

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