Februar-Daten

Wieder mehr Arbeitslose in Hamm - Kurzarbeit verhindert Schlimmeres

Agentur für Arbeit
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Es gibt gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt für Nachrodt.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Stadt Hamm hielt auch im Februar an. Kurzarbeit ist und bleibt die Klammer, die in der Corona-Zeit vieles zusammenhält.

Hamm - Die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt Hamm stieg im Februar 2021 um 185 oder 2,1 Prozent auf 8828. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,2 Punkte auf 9,4 Prozent. Vor einem Jahr gab es auch einen Anstieg, aber nur auf 8,2 Prozent.

„Die für die Jahreszeit typische saisonale Entwicklung findet statt, ist jedoch abgeschwächt. Trotzdem ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Hamm geringer als im Vorjahr – noch vor der Pandemie“, erklärt Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm. „Der Arbeitsmarkt ist weiterhin insbesondere durch das Instrument Kurzarbeitergeld stabil, doch werden langfristige Pandemie-Folgen immer sichtbarer. Die Langzeitarbeitslosigkeit ist um ein Viertel höher als vor einem Jahr.“ Auch der Ausbildungsmarkt sei betroffen: Es seien bisher noch weniger betriebliche Ausbildungsstellen gemeldet worden als im Vorjahr.

Weitere Zahlen zur Kurzarbeit in Hamm:

79 Unternehmen zeigten im Februar für 1069 Arbeitnehmer Kurzarbeit an - das bedeutete zumindest bei den Anzeigen gegenüber dem Vormonat erneut einen Rückgang. Seit dem Beginn der Pandemie haben damit insgesamt über 2000 Unternehmen aus fast allen Branchen Arbeitsausfälle für mehr als 24.300 potentiell betroffene Arbeitnehmer angezeigt.

Erst nach Ablauf von mehreren Monaten zeigt sich die tatsächliche Inanspruchnahme von Kurzarbeit, da die Betriebe innerhalb dieses Zeitraums Kurzarbeit nachträglich abrechnen. Für September liegen inzwischen Hochrechnungen für die Stadt Hamm vor. Danach wurde Kurzarbeitergeld an 339 Betriebe für rund 3400 Arbeitnehmer tatsächlich ausgezahlt, deutlich weniger als im April, dem Monat mit der stärksten Kurzarbeit-Zuwachsrate. - WA

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