Gewerkschaft beklagt "alarmierenden Trend"

Zahl der Pendler in Hamm drastisch angestiegen

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Symbolbild

Hamm - Die Zahl der Berufspendler in Hamm hat einen neuen Höchststand erreicht. Auf dem Weg zur Arbeit verließen im vergangenen Jahr rund 27.000 Menschen regelmäßig die Grenzen der Stadt.

Das sind 43 Prozent mehr als noch im Jahr 2000. Damals zählte die Stadt rund 19.000 Auspendler, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt. Die IG BAU beruft sich auf eine Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Gewerkschafter Friedhelm Kreft spricht von einem „alarmierenden Trend“. Eine Hauptursache für den Pendel-Boom sei der Mangel an bezahlbaren Wohnungen in Ballungsräumen. „Eine wachsende Zahl von Menschen kann sich die hohen Mieten und Immobilienpreise in der Stadt nicht mehr leisten. Aber genau dort sind in den letzten Jahren besonders viele Jobs entstanden“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Westfalen Mitte-Süd. Die Folge seien immer längere Staus und überfüllte Züge.

Wertvolle Zeit geht verloren

Strecken von mehr als 50 Kilometern bis zum Arbeitsplatz seien für viele Pendler aus Hamm gang und gäbe, betont Kreft. „Dabei geht nicht nur wertvolle Zeit für Familie, Freunde und Hobbys verloren. Auch die Umwelt leidet unter der Fahrerei.“

Nach Angaben des Umweltbundesamtes geht knapp ein Fünftel aller CO2-Emmissionen in Deutschland auf das Konto des Verkehrs.

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