Nachnutzung für das Mensing-Grundstück in Rhynern

Wohnen auf altem Galerie-Standort in Rhynern

Der Standort der Galerie Mensing an der Ostendorfstraße in Rhynern.
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Der Standort der Galerie Mensing an der Ostendorfstraße in Rhynern.

Rhynern – Nach einigen, auch Corona-bedingten, Anlaufschwierigkeiten hat sich im Laufe der vergangenen Wochen bereits einiges auf der Baustelle des Neubaus für die Galerie Mensing getan. Richtig Fahrt wird das Projekt im Kreuzungsbereich Unnaer Straße/Werler Straße im neuen Jahr aufnehmen, nachdem sich eine Spezialfirma um den sehr hohen Grundwasserspiegel dort gekümmert hat. Mit dem baldigen Galerie-Umzug stellt sich die Frage, wie der alte Standort der Galerie an der Ostendorfstraße demnächst genutzt werden könnte.

Derzeit läuft es auf eine reine Wohnnutzung hinaus. Erste Entwürfe existieren bereits. Sie dienen zunächst als Diskussionsgrundlage für den weiteren Verfahrensverlauf. Denn bevor auf dem Grundstück Veränderungen vorgenommen werden können, muss der Bebauungsplan geändert werden. Und dazu gehören sämtliche Verfahrensschritte mit Umwelt- und Lärmgutachten, und auch die Lokalpolitiker und Bürger werden um Meinungen und Anregungen gebeten. Insgesamt ist die Fläche rund 8800 Quadratmeter groß. Aktuell sind mit Gebäuden und Parkplatzflächen etwa 50 Prozent des Grundstücks bebaut, der andere Teil wird als Garten genutzt.

Ein Entwurf für eine mögliche Nachnutzung des Mensing-Grundstücks.

Die ersten Vorschläge, die nun vom Eigentümer in Zusammenarbeit mit der Stadt Hamm erarbeitet worden sind, richten sich ein Stück weit an die vorhandene Bebauung an der Bernhard-Röllmann-Straße, also jenseits der Reginenstraße, wo vornehmlich Reihenhäuser stehen. Eine solche Siedlungsstruktur sei in ähnlicher Form auch auf dem jetzigen Galerie-Grundstück vorstellbar, heißt es.

Reihenhäuser werden favorisiert

So sieht einer der beiden Entwürfe ausschließlich Reihen- und Doppelhäuser dort vor. 27 neue Wohneinheiten könnten so entstehen. Um auch den hinteren Bereich des Grundstücks erreichen zu können, wäre eine Stichstraße von der Ostendorfstraße aus mit Wendemöglichkeit vonnöten. Die hinteren Wohnhäuser hätten immer noch die erforderliche Entfernung zur Autobahn von 40 Metern. Einige öffentliche Stellplätze für Pkw sowie ein Kinderspielplatz würden diese neue kleine Wohnsiedlung zwischen Reginen- und Ostendorfstraße abrunden.

So könnte das Grundstück von Mensing später genutzt werden.

Ein zweiter Entwurf schlägt einen Mix aus Reihen- sowie vier kleineren Mehrfamilienhäusern vor. Auf diesem Wege könnten etwa 35 Wohneinheiten entstehen. Optional könnte auch über eine Mischnutzung mit kleinteiligem Einzelgewerbe, wie zum Beispiel ein Bäckereigeschäft, nachgedacht werden, heißt es im Entwurfsvorschlag. Auch hier würden die hinteren Grundstücke über eine neu zu bauende Stichstraße mit Wendehammer erreicht werden.

In beiden Entwürfen sind die Häuser nach Süden ausgerichtet, was eine optimale Ausnutzung der Dachflächen für Solartechnik ermöglichen würde.

Im Zuge des ersten Brainstormings hatte die Verwaltung einst auch die Ansiedlung eines Nahversorgers in Form eines kleinen Lebensmittelladens dort in Erwägung gezogen. Jedoch kam diese Fläche für keinen Anbieter wie Aldi, Rewe oder Penny infrage. Daher werden sich die weiteren Planungen wohl ausschließlich in Richtung Wohnbebauung bewegen.

Mit der Fertigstellung des Neubaus ist 2022 zu rechnen. Erst danach steht die Nachnutzung des 70 Jahre alten Stammsitzes der Galerie an. Das notwendige Verfahren zur Bebauungsplanänderung soll aber bereits 2021 angeschoben werden.

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