November-Hilfe

Telefone stehen nicht still - aber wann gibt‘s das Gastro-Geld?

Das Hardys hatte extra ein Zelt aufgebaut.
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Lockdown in der Gastro: Auch im Hardys sind die Stühle leer.

Mehrere hundert der insgesamt rund 8 000 Selbstständigen in Hamm sind von dem Lockdown betroffen - und hoffen auf Hilfe vom Staat. Doch wann kann die so genannte Novemberhilfe beantragt werden? Die Wirtschaftsförderung Hamm (WFH) geht davon aus, dass dies im Lauf der nächsten Woche der Fall sein werde.

Hamm – Die WFH wird als Ansprechpartner für die Unternehmen zur Verfügung stehen. In der ersten Woche seien auf der Corona-Hotline der WFH (Telefon 929-3444) bereits deutlich mehr Anrufe als in den Wochen zuvor eingegangen.

„Die Verunsicherung ist groß. Das gilt vor allem für die kleineren Betriebe“, sagt Martin Löckmann, Prokurist und Leiter der Unternehmensentwicklung bei der WFH. Täglich gebe es Dutzende Anrufe, die Hotline sei deshalb nunmehr mit drei Personen besetzt und montags bis donnerstags von 8 bis 17 und freitags von 8 bis 14 Uhr zu erreichen.

Die Formulare für die November-Hilfe sind über das Internetportal www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de abrufbar. Soloselbstständige sollen bis zu einem Förderhöchstsatz von 5 000 Euro direkt antragsberechtigt sein, für alle übrigen gilt, dass die Antragstellung über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwälte erfolgen muss.

Die erste Woche im November war eine Katastrophe

Gastronomiebetreiber in der Innenstadt

Kritik wird in Hamm von solchen Gastronomen laut, die ihr Geschäft hauptsächlich durch den Außer-Haus-Verkauf machen. Die Geschäfte liefen schlecht, weil derzeit viel weniger Menschen unterwegs seien, klagt beispielsweise ein Imbissbetreiber aus der Innenstadt.

„Die erste Woche im November war eine Katastrophe“, sagt er über seine Umsätze. 300 Euro habe er für den Steuerberater für das Ausfüllen des Antragsformular gezahlt. Weil für die Gastronomie aber nur die Ausfälle aus dem Indoor-Geschäft eine Förderung erfahren, werde er am Ende in die Röhre schauen.

„Das ist nicht fair, und ich bin gewiss kein Einzelfall. So wie mir geht es ganz vielen kleinen und mittleren Imbissbetreibern.“ Die ihm in Aussicht stehende Förderung werde nicht reichen, um die Miete für sein Ladenlokal zu bezahlen.

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